Was ist FAT32, FAT64 und NTFS???

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4 Antworten

Hallo Aotobuzzer - bist du am Aufarbeiten alter Techniken?

Das sind Filesysteme im Windows Umfeld. Früher gabs FAT (16-bit) = FileAllocationTable. Mit Window 32 kam das grössere FAT32, welches erstmals Files bis 4 GB Grösse verwalten konnte und Partitionen bis 32 GB. Für alles andere gabs dann NTFS, welches mit Windows-NT kam. FAT64 ist sehr neu und wird nur von Vista aufwärts verstanden, sowie mit XP mit einem extra Patch. Du kannst aber selber mehr im Wikipedia nachlesen, z.B. http://en.wikipedia.org/wiki/ExFAT

Übrigens werden heute noch USB-Sticks etc. mit FAT32 formatiert, weil dieses Filesystem von fast allen Betriebssystemen (v.a. Linux) gelesen und geschrieben werden kann. NTFS mit der Windows-Berechtigungsstruktur kann von Linux zwar gelesen aber normalerweise nicht geschrieben werden...

Allen diesen Filesystemen gemeinsam ist die heute eigentlich überholte Idee der zentralen File-Allocation-Table, wo dring steht, wo genau die Daten liegen, also eine Art Inhaltsverzeichnis mit allen Verweisen auf die tatsächlichen iNodes. Dass dabei der Festplatten Schreibkopf ständig hin- und her-sausen muss ist selbstredend...macht ihn halt kaputt und das System langsam und inflexibel. Das wird in modernen hierarchischen Filesystemen heute anders geregelt. Aber eben: Windows und High-End Technik sind 2 verschiedene Paar Schuhe. Darum ist es wohl auch in der breiten unwissenden Masse so verbreitet, ist halt für Dummies und damit wird man reich, aber nicht mit feiner Technik :-)

TOP Antwort...DH...ich hätte wahrscheinlich wieder einen ganzen "Aufsatz" geschrieben ;-)

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@fasty2003

Ich bin mir sicher daß du das gemacht hättest. Aber auch da hätte alles drin gestanden.

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Da ich aktuell mal Ubuntu ausprobiere kann ich sagen, dass NTFS inzwischen von Linux geschrieben werden - der Treiber dafür funktioniert jetzt reibungslos. Meine Windowsplatten kann ich damit ohne Probleme lesen und dort auch Daten ablegen. Geht nur etwas auf den Prozessor, aber sonst sehr fein.
Dem Rest von suessfs Antwort kann ich nur zustimmen :)

das sind unterschiedliche Dateisysteme

Das stimmt alles so nicht ganz.. Ich selbst bin Linux- user- ich kann NTFS lesen und schreiben. mit einem erweiterten "Treiber" kann ich auch die Rechte festlegen. FAT 32 wird gern benutzt, weil man Dateien übertragen kann, ohne Rechteverwaltung.

Beispiel- ich kopiere von einem PC Daten, die dem Admin gehören. Jetzt ziehe ich den USB Stick ab, wechsle zum normalen Benutzer und kopiere die Daten wieder zurück- jetzt hat der normale User trotzdem alle Berechtigungen.... Mache ich das mit einem NTFS oder ext3/ ext4 formatierten Stick, kann der User nur lesend (wenn überhaupt) auf die Daten zugreifen.

Man kann unter XP auch 80 und mehr GB mit FAT 32 formatieren- dann wird das Dateisystem aber sehr langsam und vor allem unsicher. Grund: das File Allocation Table wird größer als der erste Sektor, der rest wird dann irgendwo auf die PLatte geschrieben- eine Kreuzverbundene Datei und die Hälfte der Daten kann im Nirwana sein. Das ist eine Empfehlung von Microsoft. Sie gilt schon seit Windows 2000

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