CPU wird heiß trotz gutem Kühler?

1 Antwort

Hallo basti,

AMD hat ein Verlustleistungsproblem bei ihren CPUs- schon mehrfach habe ich hier und anderswo darüber referiert und davor gewarnt, dass es das Ende der heutigen Situation einigermaßen bezahlbarer Hardware darstellen kann, wenn AMD dieses Problem nicht in den Griff bekommt. Denn dann bleibt Intel als Monopolist, und dass die diese Position gemeinst ausnutzen werden, haben sie in der Vergangenheit ja schon bewiesen.

Nun ist diese Situation eingetreten, AMD ist faktisch pleite und die halbwegs schöne Zeit vorbei.

Dein FX-8350 zieht unter Last rund 100 Watt mehr als ein sogar besserer Intel Core i7-3770K: http://www.pcgameshardware.de/FX-8350-CPU-256473/Tests/FX-8350-Test-Vishera-Piledriver-1031473/3/

Okay, der Intel ist dafür auch deutlich teurer, allerdings wie viel genau, ist nur für uns End"verbraucher" klar ... wie viel mehr die Konfektionäre (also Dell, Acer, Medion usw.) zahlen, ist ein Geheimnis.

Um einen FX-8350 ohne Einschränkungen zu betreiben, ist schon eine gehörige Kühlleistung und ein optimiertes Kühlsystem erforderlich - leise wird das aber nie!

PC-Kühlung ist ein Thema für sich, es gibt diesbezüglich wunderschöne Irrtümer und Mythen, kaum eine Abhandlung dazu ist wirklich komplett und technisch richtig. Wichtig ist, zu verstehen, dass in Prozessoren elektrische Energie in Wärmeenergie umgewandelt wird - und zwar zu 100%, denn CPUs und GPUs besitzen einen Wirkungsgrad von null! Während bei einer LED oder von einem Verbrennungsmotor wenigstens einige Prozent in Licht bzw. Bewegung umgewandelt werden, verwandeln Prozessoren 100% in Wärme. So gesehen ist also jedes Watt, das ein Prozessor "verbraucht" ein Watt zu viel.

Wer schon einmal eine 25-Watt-Glühlampe im Betrieb angefasst hat, weiß, wie heiß selbst 25 Watt "werden können". Beim Computer reden wir aber nicht von 25, sondern vom zehnfachen - es grenzt fast an ein Wunder, dass das überhaupt funktioniert ... unsere PCs sind praktisch kleine Heizlüfter!

Einigermaßen sinnvoll kann das nur gehen, wenn man die erwärmte Luft so schnell wie möglich aus dem PC-Gehäuse abführt. Viele Lüfter, die lustig kontraproduktiv die Luft im Gehäuse hin- und herblasen, vereiteln dieses Vorhaben.

Einer der Irrtümer ist nämlich, dass viele Anwender glauben, Lüfter würden kühlen. Der Irrtum entsteht wahrscheinlich deswegen, weil man eine Abkühlung erfährt, wenn man einen Ventilator gegen sich richtet. Diese Abkühlung beruht aber darauf, dass das unseren Körper umgebende Luftpolster weggeblasen wird. Also, der menschliche Körper erwärmt die ihn umgebende Luft und wird diese erwärmte Luft weggeblasen, empfindet er dies als Abkühlung. Dazu braucht man keinen Lüfter/Ventilator, es genügt auch, den Menschen zu bewegen ...

Auch beim PC könnten wir leicht auf Lüfter (und den damit verbundenen Lärm) verzichten, wenn, ja wenn unsere Gehäusekonzepte aktuell wären - und nicht an computersteinzeitlichen Maßstäben orientiert. CPU und GPU sind die dicksten Wärme"erzeuger" im PC ... und wo packen wir sie hin? Richtig! An die denkbar ungünstigste Stelle, nämlich schön zentral im Gehäuse (jedenfalls was die CPU anlangt)! Da erwärmen sie alles, WIRKLICH ALLES! Sehr sinnvoll ;-(

Wie gesagt, jetzt unüberlegt fünfundzwanzig Lüfter im Gehäuse montieren, bringt nur eines: MEHR LÄRM! Was wirklich benötigt wird, ist ein überlegtes Kühlkonzept. Leicht gesagt, angesichts der Vorgaben, die fertige Gehäuse so bieten. Ohne gleich einen völlig unangemessenen Aufwand zu treiben, bleibt oft nur, einen gerichteten Luftstrom im Gehäuse zu schaffen, am besten von vorne unten nach hinten oben. Dieser Luftstrom sollte durch möglichst wenige Elemente gestört werden - keinesfalls sollten zusätzliche Lüfter eingesetzt werden, die dafür soregn, dass dieser Luftstrom abreißt. Also, ein möglichst großer, langsam drehender Lüfter vorne unten im Gehäuse und eine ebenso großer hinten oben. Dann das Gehäuse unbedingt geschlossen halten! Immer wieder kann ich erstaunte Gesichter sehen, weil "trotz" geöffneten Gehäuses die Temperaturen zu hoch sind, dabei ist das nur logisch!

Natürlich sollten zunächst die sonstigen Gegebenheiten geprüft werden ... Ist die Montagefläche des Kühlkörpers wirklich völlig plan? Könnte man eine bessere Wärmeleitpaste verwenden? Stimmt die PWM-Einstellung im BIOS (8ung! Nicht glauben, was dort angezeigt wird, sondern NACHMESSEN!).

Und nur zur Sicherheit erwähne ich schlussendlich, dass diese Antwort hier nicht einmal 10% des Themas abdeckt. Wer einen wirklich leisen Rechner betreiben will, muss schon viiiel tiefer in die Materie einsteigen und wird sicher keinen FX8359 betreiben!

"FX-8350" soll es natürlich in der letzten Zeile heißen.

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Ich besitze das Sharkoon T9 Value Gehäuse (http://goo.gl/gyz1Xm) wo ja laut Hersteller soein Luftzug angepriesen wird. Die CPU wird erst seit kurzem so heiß obwohl ich nichts geändert habe. Ich weiß nicht ob es Optimal oder suboptimal ist dass der hintere lüfter der die Luft aus dem Gehäuse presst, die Direkt hinter den Großen Thermalright Macho Rev.A Lüfter hängt und die Luft so vielleicht nicht optimal zur CPU gelangt

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@Warfarebastian

"Die CPU wird erst seit kurzem so heiß ...", vielleicht hätte ich in meiner Antwort etwas deutlicher darauf hinweisen sollen, dass natürlich verschiedenste Ursachen für eine zu hohe Betriebstemperatur verantwortlich sein können. Unplane Kühlkörperkontaktfläche und minderwetige Wärmeleitpaste nannte ich zwar, aber eigentlich müsste eine ziemlich lange Fehlercheckliste abgearbeitet werden.

Das beginnt schon mit der Kontrolle im Taskmanager ob denn wirklich keine CPU-Auslastung im Leerlauf vorliegt. Denn gerade die hohe Leerlauftemperatur ist auffällig. Auch die PWM-Steuerung/-Regelung erwähnte ich, es kann z. B. auch sein, dass der Lüfter viel zu langsam dreht.

Ich konnte schon selbst erleben, dass ein Betreiber einer "schnellen" AMD-CPU gar nicht mitbekommen hatte, dass er sie stets am Temperaturlimit betrieb. Das von ihm verwendete Temperatur-Anzeigeprogramm zeigte schlicht zu niedrige Werte an:  http://www.heise.de/newsticker/meldung/IDF-Weshalb-viele-Systeminfo-Tools-falsche-CPU-Temperaturen-anzeigen-198568.html

Ein Bauteil, das rund 200 Watt und mehr in Wärme wandelt, lässt sich definitiv nicht leise auf 60 bis 70 °C kühlen - jedenfalls nicht in einem "normalen" PC (Gehäuse), sodass eigentlich jeder stutzig werden sollte, wenn er seinen AMD-Boliden vermeintlich leise und kühl betreiben kann ...

Aber manch einer wird wohl nie stutzig. So brüstete sich hier bei CF am 15. Juli einer damit, dass sein FX im Leerlauf bei 16 bis 19 °C bleibt ... In dessen Wohnung möchte man bei den Temperaturen, die zu der Zeit herrschten, gern leben. Der betreibt wohl seine Klimaanlage auf Anschlag. Wer allen Ernstes mit einem Tool 16 Grad ermittelt, muss doch merken, dass irgendetwas völlig schiefläuft ...

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Hinweis:Hab schon alle Bios versionen von der Gigabyte Herstellerseite geflasht aber auch das ergab keine Lösung.

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