Laptop im Standby Modus lassen oder herunter fahren?

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Microsoft kennt beim aktuellen Windows 7 drei verschiedene Möglichkeiten, das Betriebssystem zu "beenden".

  • Das vollständige Herunterfahren ("Start", "Herunterfahren"). Hierbei werden Programme - soweit nötig - beendet, das System wird völlig heruntergefahren und der Rechner ausgeschaltet. Der Computer zieht dann bis zum nächsten Einschalten nur den Ruhestrom des Netzteils (weniger als ein Watt bis zu ein paar Watt). Beim nächsten Einschalten wird der PC vollständig gebootet und man beginnt seine Arbeit am vorgegebenen Ausgangspunkt eines Neustarts. Vorteile: Geringer Stromverbrauch während der "Aus"-Phase; der PC kann während er vollständig heruntergefahren ist vom Stromnetz getrennt werden; sauberer Arbeitsspeicherinhalt zum Neustart. Nachteile: Relativ lange Einschaltzeit; Arbeit kann nicht ohne Weiteres an dem Punkt, an dem sie beendet wurde, wieder aufgenommen werden.

  • "Energie sparen" ("Start", kleiner Pfeil [kleines Dreieck] neben "Herunterfahren", "Energie sparen"). Hierbei wird der gegenwärtige Inhalt des Arbeitsspeichers "eingefroren" und der Rechner wird in einen Energiesparmodus versetzt. Nach dem Wiedereinschalten kann man die Arbeit ohne Weiteres genau an dem Punkt fortsetzen, an dem man sie unterbrochen hat. Vorteile: Relativ schneller Systemstart; Arbeit kann dort fortgesetzt werden wo ... Nachteile: Der PC muss auch während er sich in diesem "Energiesparmodus" befindet mit Strom versorgt werden, sonst ist das Gespeicherte weg; etwas höherer Stromverbrauch als beim "richtigen" ausgeschalteten Zustand; der Rechner wird beim Wiedereinschalten nicht in den neutralen Zustand eines Neustarts versetzt, Reste verbleiben im RAM, allmähliche Zumüllung des Systems, bis endlich ein richtiger Neustart durchgeführt wird; die Funktion ist nicht 100% zuverlässig.

  • "Ruhezustand" ("Start", kleiner Pfeil [kleines Dreieck] neben "Herunterfahren", "Ruhezustand"). Hier wird der gegenwärtige Zustand auf der Festplatte gespeichert, sodass nach dem Wiedereinschalten ebenfalls genau an dem Punkt weitergearbeitet werden kann. Vorteile: Der Rechner verbraucht in diesem Zustand genauso wenig Strom wie beim "richtigen" Ausschalten (also den Ruhestrom des Netzteils); der Computer muss während des Ruhezustands nicht mit Strom versorgt werden, da die Daten nicht wie beim "Energie sparen"-Modus im RAM, sondern auf der Festplatte gespeichert sind; die Funktion ist zuverlässiger als "Energie sparen". Nachteile: Längste Wiedereinschaltzeit von allen drei Varianten; Zumüllung des Systems bis ein richtiger Neustart stattfindet ...

Als Ergänzung noch: Speziell Notebooks ziehen, wenn sie vollständig heruntergefahren sind und im "Ruhezustand"-Modus, keinen Strom aus dem Akku. In diesen Zuständen kann der Akku auch entnommen werden.

Im "Energie sparen"-Modus wird der Akku benötigt um die im RAM gesicherten Daten nicht zu verlieren. Entnimmt man hier den Akku, sind die Daten weg und beim Wiedereinschalten findet ein kompletter Neustart statt. In diesem Modus fließt auch ein Strom - der Akku wird also entladen und ist dann - vergisst man das Notebook in diesem Zustand - nach einigen Tagen leer.

Macht man alles richtig, schadet keiner der drei Ausschaltzustände dem Notebook.

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@smatbohn

Vielen Dank für diese ausführliche Antwort, wirklich sehr hilfreich!

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ein Normalboot dauert bei meinem Linux-Mint ca.58 Sek, aus der Bereitschaft jedoch nur ca.10 Sekunden. Wie schon erwähnt verbraucht Bereitschaft jedoch Strom.

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