Unterschied TuneUp Shredder und normales Löschen?

3 Antworten

Beim Shredder an sich hat man ja mehrere Optionen zum Löschen an sich, also z.B. die "Sichere Methode nach Gutmann". Zusätzlich kann man angeben, wie oft die Dateien überschrieben werden sollen. Das ist um einiges effektiver, als ein einfaches Löschen im/über den Papierkorb. Bei "empfindlichen" Dokumenten kann man also den Shredder schon effektiv einsetzen.

Ein normales Löschen einer Datei besteht darin, dass die Adresse zum Speicherort aus dem Plattenverzeichnis entfernt wird, die Daten selbst sind, bis dies von neuen Daten überschreiben werden noch auf der Platte. Beim Papierkorb geschieht das auch so, nur wird der Platz noch so lange nicht wieder belegt, bis der Adresseintrag im Papierkorb gelöscht wird. Auch kurz nach dem man diesen aus dem Papierkorb entfernt hat, kann man die Daten immer noch mit einem Tool wieder herstellen. Mit sehr guten Tools geht das sogar noch, wenn der Platz 1 bis 2 Mal überschrieben wurde. PS: Und der MAD kann das sogar, wenn es vielfach überschrieben wurde. Verwendet man nun ein Tool wie TuneUp Shredder, oder andere, so kann man dort einstellen, dass der Eintrag gelöscht wird und der Platz nach gewissen Regeln mehrfach überschrieben wird. Nun ist es für den Otto-Normalverbraucher, fast nicht möglich mit normalen Mitteln die Daten wieder zu erstellen.

Was man löscht, ob über den Papierkorb oder direkt (der Unterschied ist nur eine Einstellung, die einem einige Klicks erspart), ist nur aus dem - laienhaft gesagt - Inhaltsverzeichnis genommen. Auf der Festplatte ist es noch unversehrt und leicht -auch für Anfänger - wieder herstellbar. Wenn man Daten aus dem "Inhaltsverzeichnis" genommen, also vermeintlich gelöscht hat, ist der belegte Platz für neue Daten wieder frei. Erst wenn irgendwann der frei gegebene Platz mit neuen Daten überschrieben wurde, ist das vermeitlich Gelöschte fast weg. Erst vielfaches Überschreiben erzeugt Unwiederherstellbarkeit. Und das kann lange dauern.

Bei unwichtigen Daten ist das völlig in Ordnung. Will man Daten aber wirklich löschen, sofort, nicht nur aus dem "Inhaltsverzeichnis" nehmen, muss man sie shreddern. Das bedeutet, sie werden mehrfach überschrieben. Erst dann sind sie wirklich weg.

Das dafür am besten geeignete Tool ist Eraser. Mehr Infos dazu und die Möglichkeit des sicheren Downloads hier:

http://www.chip.de/downloads/Eraser_12994923.html

Fälschung einer Mail?

Hallo, ich kenne mich zu wenig mit Computern aus. Aber ich habe ein ziemliches Problem.

Mir wird unterstellt, das ich einen PDF-Anhang in einer Mail gefälscht habe.

Dazu erklärte mir jemand folgendes:

mir ist aufgefallen, das die Mail am 17 und 18. April gesendet wurde. Die Anlage "Arbeitsvertrag" wurde aber am 20. April erstellt.

Wenn hier also ein Täuschungsversuch des Absenders geplant war, so kann das nur so geschehen:

Man muß das Datum des PC auf das Datum 20.April stellen, erstellt eine Datei und speichert diese. Danach stellt man wieder das Datum auf den betreffenden Tag ein.

Beim Empfänger erscheint dies dann so, als habe er die Datei nachträglich geändert und eingefügt.

Nachdem die Mail auch in Kopie (Cc:) an Ralf ging, geht er davon aus, das es zwei Mails gibt. Einmal die Richtige (also mit dem richtigen Vertrag) und eine gefälschte. Bei beiden Versionen müssen aber zwingend innerhalb der gleichen Minute das Feld "Senden" angeklickt werden, dabei darf der PC jedoch keine Internetverbindung haben. Der PC kann sie also nicht senden. Danach wird die richtige Version in einen anderen Ordner verschoben und nur die gefälschte versendet. Sowohl der Absender als auch der Cc-Empfänger löschen diese gefälschte Version. Die richtige wird anschließend als Anhang in einer anderen Mail an den Cc-Empfänger versendet. Er kann sie öffnen und als Eingang ablegen. Somit gibt es zwei Mails mit genau dem selben Datum und gleicher Uhrzeit, jedoch verschiedenem Inhalt.

Bei mir kam also eine andere Version an als bei Ralf und auf dem gesendeten PC ist auch die richtige Version als "Gesendet" gespeichert, wenn die gefälschte Version gelöscht wurde.

Nachdem Ralf sich gut mit PC auskennt, kann es durchaus so sein, das dies so gemacht wurde. Jedoch wurde die Mail von Horst abgeschickt, er müßte also informiert gewesen sein. Inwieweit dies nachweisbar ist, wage ich zu bezweifeln. Evtl. mag ein Hinweis auf die Fälschung dies sein, das sie zuerst "versehentlich" am Vortag an die falsche (meine) Mailadresse gesendet wurde, die dem Absender jedoch bekannt war.

Kann mir jemand dazu eine Aussage machen, inwieweit dies so richtig ist? Ich benötige die Antwort, da sich ein Rechtsstreit anbahnt, wo man mir "Betrug" vorwirft.

Eine Anwort bitte auch in Kopie an mich senden: ulli.barth@gmx.net

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