Backup, Kopieren oder Daten sichern auf externer Festplatte.

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Hi!

Programme, die vollständige "Abbilder" von Datenträgern erstellen - also sowas wie das Backup deiner XP-Festplatte - lassen sch so konfigurieren dass eine einzige, sehr große Backup-Datei erzeugt wird, oder auch so dass das entstehende Backup in mehrere Einzeldateien unterteilt wird (...das was du wohl vorliegen hast) - da gibts viele Möglichkeiten.

Die Programme speichern das Backup üblicherweise in einem eigenen Format, in "Container-Dateien". Du siehst erstmal nur die - und nicht den Inhalt. Oft gibts aber die Möglichkeit mit dem verwendeten Backup-Programm ein solches Abbild zu öffnen - dann kann man auch auf die darin enthaltene Dateistruktur zugreifen und auch einzelne Daten aus der Sicherung wiederherstellen.

Das erneute Kopieren deiner Daten könnte also unnötig gewesen sein ;-)

 

Jetzt will ich natürlich meine Externe für die ständige Datensicherung verwenden. Ein komplettes Backup sichert mir mein komplettes Win7 und Anwendungen, richtig?

Wenn du mit "komplettes Backup" ein "Image" oder "Abbild" des Datenträgers meinst - korrekt.

Mach dich mal über das von dir genutzte Programm schlau - wenn das die Funktion anbietet in ein so erstelltes Abbild reinzugucken hast du wie erwähnt auch noch Zugriff deine Verzeichnisstruktur.

Du kannst also auch weiterhin solche Programme nutzen um deinen gesamten Datenträger zu sichern - oder du machst eben einfach "simple" Kopien von Daten und Verzeichnissen. Und das kann man natürlich auch kombinieren ;-)

 

Windows 7 macht auch erstmal gar nichts "automatisch". Es lässt sich konfigurieren dass Windows Sicherungskopien anlegt usw. - aber das musst du schon selbst so angeben.

Ich persönlich denk:

...selbst wenn Windows 7 in der Lage ist viele Dinge in Sachen Backup selbst zu regeln - ich würd dann doch eher auf eigens konfigurierte Backup-Programme setzen. Windows kommt schneller an die Grenzen als das bei "vernünftigen" Programmen dafür der Fall ist.

Vielleicht solltest du dir aber erst nochmal darüber Gedanken machen wie du gedenkst deine Backups handzuhaben. Aus meiner Sicht ist ein durchdachtes, funktionierendes Konzept dabei sehr wichtig - lieber einmal ordentlich darüber nachgedacht als fünf verschiedene, halbgare Lösungsansätze falsch anzuwenden.

Auch die Frage ob und wieviele verschiedene Versionen deiner Daten gesichert werden müssen wäre zu klären. Reicht stets der letzte Stand - oder brauchst du tatsächlich die letzten fünf Sicherungsstände?

Wenn du beispielsweise Wert darauf legst tatsächlich immer automatisch Kopien deiner Daten zu erstellen, dann solltest du dich mal über "RAID" informieren. Dazu bräuchtest du eine weitere interne Festplatte und evtl. einen RAID-Controller - aber da werden dann tatsächlich alle Daten automatisch doppelt gesichert. Sowas nutzt man üblicherweise um beim "Tod" einer Festplatte dennoch sehr schnell mit einem aktuellen Datenstand weiterarbeiten zu können. RAID bedeutet allerdings auch dass ein Virus oder ne Fehlkonfiguration auch automatisch bei den Kopien der Daten enthalten ist.

 

Abbilder von Datenträgern, die du selbst erstellst - oder automatisiert erstellen lässt - brauchen Speicherplatz, sind ansonsten aber eine bewährte Möglichkeit seine Daten zu sichern. Du kannst das schon so machen wie du das bereits bei deiner XP-Platte getan hast.

 

Mir persönlich war das mit den Abbildern aber immer irgendwie zu doof - und wenn diese Abbilder nicht wirklich regelmäßig erstellt werden ist die Sache auch irgendwo nutzlos. Und das dauert dann eben schon auch seine Zeit.

Ich bin dazu übergegangen ausschließlich meine Daten zu kopieren. Reine Ordner-Kopien in überschaubaren Verzeichnisstrukturen. Im prinzip also nur Rechtsklick > Kopieren - Rechtsklick > Einfügen, aber dann doch komfortabler. Es gibt viele Programme die was derartiges prima unterstützen, ich persönlich bin sehr begeistert von den Funktionen von "SyncBackFree":

http://www.2brightsparks.com/freeware/freeware-hub.html

Natürlich ist es einmal etwas Aufwand alle gewünschten Daten zusammenzusuchen und sie in nem solchen Programm als Backup-Job anzulegen - aber es lohnt sich.

Die Programminstallationen selbst, Programmeinstellungen usw. lassen sich auf diese Weise kaum bis gar nicht sichern - das ist der Nachteil. Ich nehm es also bewusst in Kauf im Problemfall das Betriebssystem und Programme neu installieren und einrichten zu müssen - für mich stellt das aber kein abschreckendes Problem dar, die Lösung ist für mich schon so in Ordnung.

 

Eine installierte Anwendung kann für die Funktion wichtige Dinge wirklich an vielen verschiedenen Stellen ablegen - die zusammenzusuchen wäre Quatsch. Willst du die Programminstallationen sichern? Dann mach ein Systemabbild.

Vielleicht hilft dir das ja ein wenig weiter,

Grüße!

P.S.: ...mir sind ausführliche Beschreibungen lieber als nur drei kurze Stichworte die nichts aussagen ;-)

Wow, vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

Vielleicht solltest du dir aber erst nochmal darüber Gedanken machen wie du gedenkst deine Backups handzuhaben. Aus meiner Sicht ist ein durchdachtes, funktionierendes Konzept dabei sehr wichtig - lieber einmal ordentlich darüber nachgedacht als fünf verschiedene, halbgare Lösungsansätze falsch anzuwenden.

Ja, das würde ich gerne. Aber ohne genau zu wissen was geht oder was total ungeeignet ist, wird´s schwer. Erfahrungen wie: Hinterher ist man immer schlauer (Ich meine also mich), habe ich schon eine Menge gemacht. Nur ist das hier für mich halt wichtig. Deinen Vorschlag "SyncBackFree" schau ich mir mal an.

Gruß Nino

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ACRONIS würde dir da weiterhelfen. Es erstellt neben dem Haupt Backup auch rekrusive Backups. diese sind kleiner und enthalten nur die Änderungen die seit dem Haupt Backup enstanden sind. Nützlich wenn man sich Stück für Stück z.B. bei einem Softwareproblem herantasten will und so prüfen will wo das Problem Exakt liegt. so muss man nicht Festplattenplatz verschwenden für ein vollwertiges Backup das mehr platz verbraucht. Wenn man 1:1 die daten Kopieren will sollte man es niemals aus einem gebooteten Windoof heraus machen. denn dort werden die Aktiven Dateien sowie Systemrelevante Dateien die gerade in Benutzung sind ,nicht mitkopiert. Oftmals greifen aber Anwendungen darauf zu ,so kopiert man nur die nicht aktiven Dateien und je nach Backup kann es dann dort zu Problemen kommen. ACRONIS bietet auch eine boot CD/DVD über die man eine art Mini Linux bootet das dann auch alle Dateien 1:1 Kopieren kann z.B. auf eine Externe Festplatte ( also keine Backup Datei) . so kopiert man alle daten auf der Festplatte und muss sich dann über z.B. fehlende Dateien die nicht mitkopiert wurden keine Gedanken machen. auch hier kann man sich dann in der Ordnerstruktur zurechtfinden und seine Daten wiederfinden. ACRONIS ist kostenpflichtig. alternativ kann man dies aber auch mit einer Linux Live CD/DVD machen. dazu muss man lediglich das Image eine Linux Distribution ( z.B. Linux Mint oder Ubuntu, Knoppix tuts auch) sichaus dem Netz ziehen und dieses als Iso Abbild ( nicht als Datei) auf ein Medium Brennen ( CD/DVD je nach Größe und Image Typ).damit bootet man dann den PC und Kann über den Linux eigenen Dateiexplorer (Nautilus,Caja,etc.) seine Daten kopieren.
Noch ein Hinweis zu Acronis. Bei der Vollversion (jedenfalls bei meiner die ich hab) lassen sich auch Programme Installieren die dann regelmäßige Backups ermöglichen von den Ordnern, Partitionen oder sogar von der ganzen Festplatte in regelmäßigen Abständen ( Zeitgesteuert) . so könnte man sein Windoof automatiseren und bei einem Crash es auch bis zu dem Zeitpunkt wiederherstellen, der Datenverlust wäre so nur minimal.

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