Computerwissen vergrößern - wie?

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5 Antworten

Natürlich. In dem man Probleme die auftauchen löst. Das setzt voraus, dass man regelmäßig am PC arbeitet und z.B. daran interessiert ist bestimmte Tätigkeiten zu vereinfachen oder Wege zu finden um eine Idee umzusetzen.

Probleme dir mir spontan einfallen, die ich für mich gelöst habe und die meinen Wissensschatz erweitert haben:

  • ein neuer PC muss angeschafft werden (intensive Beschäftigung mit 1000 und einer Hardware Frage)

  • Der neue PC muss zusammengebaut werden.

  • Die Datenfestplatte soll in ein Netzwerk eingebunden werden

  • Ich bekomme eine Bluescreen. Beschäftigung mit Aufbau und Behebung von Bluscreens, Treiber etc.

  • Ein Betriebssystem muss installiert werden

  • Programme und Dateien sollen schneller auffindbar sein. Beschäftigung mit Desktoporganisation

  • Die Dateien sollen sinnvoll organisiert werden. Festplatten? Partitionen? Server?

  • Alte Programme sollen in einer virtuellen Umgebung aufgerufen werden

  • Der Browser soll für die eigene Benutzung optimiert werden

  • Ein gutes Backup Konzept soll erarbeitet werden

  • Es soll ein Netzwerk erstellt werden

  • mit Batch Jobs sollen Aufgaben vereinfacht werden durch Automatisierung

  • Ein Programm soll geschrieben werden, das ein spezifisches Problem löst

  • Es soll ein schnelles Linux auf einem Laptop installiert und eingerichtet werden

  • Ein ganz wichtiger Punkt muss noch rein: Ein Problem taucht auf. Irgendetwas funktioniert nicht wie es sollte. Der Drucker druckt nicht, eine Festplatte wird nicht erkannt, Windows weigert sich etwas bestimmtes zu tun etc.

Usw...

Das sind grobe Begriffe und übergeordnete Probleme. Meist tauchen dann zahlreiche neue Fragen auf und schon fängt man an Wissen anzuhäufen :-)

Oft ist es auch so, dass ein Problem zu einem neuen Problem führt, welches zu einem Problem führt, das nur durch die Lösung eines weiteren Problems enträtselt werden kann. Am Ende bleibt aber immer noch das Problem, das die Stundenanzahl des Tages beschränkt ist.

Wie lernt man jetzt was dazu?

Ich hab nur vereinzeltes Spezialwissen aus Büchern. Das meiste geschieht einfach bei der praktischen Arbeit. Sprich man liest online Artikel, Tutorials, Forenbeiträge und strengt auch mal seinen Kopf an. Viele lesen auch eine Computer Zeitschrift aber das ist meist weniger spezielles Zeug drin. Ich lese meist einfach online Informationen.

Auf der Suche nach einer Problemlösung entwickelt sich das ganze Potenzial an Hartnäckigkeit.

"Unnatürlich". Man kann z.B. einen Volksschulkurs besuchen oder sich auch ein entsprechendes Buch kaufen. Sicher gibt es auch Online solche Angebote. Hier geht es darum fundiertes Grundlagenwissen zu erwerben. Das ist für die geeignet, die noch nicht 20 Std. täglich wie gebannt in die Kiste gucken, sondern erst mal einen Basiseinstieg suchen oder Lücken füllen wollen oder auch ihr Wissen festigen wollen, um beruflich fundiertes Anwenderwissen angeben zu können.

Das kommt halt auch drauf an für was man das Wissen eigentlich braucht. Denn wenn ich nicht schon konkrete Probleme behebe, muss ich irgend ein Lernziel haben. Eine bestimmte Absicht verfolgen

Was könnte man mal machen um sein Wissen zu erweitern?

  • Betriebssystem installieren! Super Basisaufgabe. Kommen viele nicht mit klar weil sie meinen dass das schwer ist - was es nicht ist.

  • Sich das BIOS mal anschauen und etwas kennenlernen

  • Mal den PC aufmachen und versuchen die Teile zu identifizieren

  • Backups erstellen und überlegen wie das am besten geht

  • Tutorials für die bessere Benutzung von Windows durchmachen

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Hi!

Zuallem was schon so gesagt wurde möcht ich noch das beitragen:

...es gibt - wie du vielleicht schon bemerkt hast - seeehr viele unterschiedliche Themenbereiche die alle mit Computern zu tun haben. Jeder einzelne Themenbereich ist erschöpfend, weitreichend, im Detail sehr komplex und natürlich auch kontrovers.

Es mag natürlich ein verlockender Gedanke sein zum "Allroundgenie" zu werden - du wärst allerdings der erste und einzige Mensch auf diesem Planeten dem das gelingt. Also mein Rat: übernimm dich nicht.

Beschränk dein Interesse zunächst mal (und "zunächst" kann hier Jahre bedeuten...) auf ein, zwei der größeren Themenbereiche und versuch garnicht erst von allem etwas mitzubekommen. Das kommt schon nach und nach...


Unvollständig, mit falschen Begriffen gespickt, überschneidend - aber mal ne Themensammlung:

  • Hardwarefreak. Schrauben, tauschen, prüfen, ausreizen, abstimmen, konfigurieren - man wird häufiger mit kleinen Schraubenziehern und Voltmetern zu tun haben. Hardware-Profis wissen warum man zu Prozessor A nur und ausschließlich Arbeitsspeicher B verwenden sollte - und warum Mainboard C dafür ungeeignet ist, weil da dieser eine Steckkontakt mit jenem ungünstigen Passivkühlkörper... etc.

  • Systemfreak. Beinhaltet sicher auch Hardware-Themen, aber eben auch Betriebssysteme installieren und konfigurieren, Treiber laden, Peripherie nutzbar machen, kleinere Vernetzungen und dergleichen. Sojemandem drückt man ne Kiste mit Komponenten und Kabeln in die Hand und wenig später erhält man ein fertig eingerichtetes Büro mitsamt benutzbaren PCs, Netzlaufwerken, Drucker... was man eben so braucht.

  • Netzwerkfreak. Beliebig große Netzwerke einrichten und verwalten - lokal Kabelgebunden, WLAN, über Server, Proxys und das Internet. die 50 wichtigsten IPs im Netz auswendig im Kopf haben. Routing und Ports konfigurieren. Optimale Ressourcennutzung beachten. Gib sojemandem irgendein Gerät mit Netzwerkanschluss und er richtet dir nen VPN-Zugang drauf ein - und wenns ne Kaffeemaschine ist...

  • Serverfreak. Die wirklich wichtigen Netzwerkkabel laufen bei dir zusammen - und du bestimmst was dadurch übertragen wird. Racks, Nodes, Server, VServer mit den verschiedensten Betriebssystemen konfigurieren, Traffic und Ressourcen optimal verteilen, Datensicherheit berücksichtigen, Firewalls einrichten, und die Effizienz permanent nach oben treiben. Man verscherzt es sich nicht mit seinem Serveradmin. - niemals. Der Serveradmin liest deine Mails und weiß welche Seiten du im Internet besuchst.

  • Softwarefreak. Wenn keine "besondere" Software zum Einsatz kommt fällt das wohl auch zu Systembereitstellungs-Tätigkeiten. Es gibt allerdings unzählige umfangreiche, große Programme, deren Installation, Wartung und Pflege einiges an Aufwand erfordert: Virtualisierung, so ziemlich alles größere was mit 3D-Modelling, CAD oder CAM zu tun hat, globale Programmvoreinstellungen anpassen, Benutzergerechtes gestalten der Arbeitsoberflächen, Sonderwünsche beim Betriebssystem einpflegen. Sojemand weiß wie man den "xerox"-Ordner bei Windows XP löscht.

  • Softwareanwender. Jede nur denkbare Funktion eines Programms unter die Lupe nehmen, wissen warum Vorgehensweise X deutlich besser ist als Vorgehensweise Y, rausfinden wann und warum das Programm abstürzt, schneller als irgendjemand sonst mit einem Programm arbeiten können, jedes Tastenkürzel kennen. Im Grunde sind die meisten Menschen Softwareanwender, allerdings wiederholen die meisten Menschen auch nur was ihnen zuvor gezeigt wurde. Hier verlässt man den Pfad des üblichen und lotet die Grenzen aus. Ein guter Softwareanwender findet jeden zweiten Tag eine noch bessere "optimale Methode".

  • Programmierfreak, online. HTML schreiben, durch CSS aufhübschen, mit JS dynamik ins Spiel bringen, alternative PHP-Funktionen bereitstellen, das ganze dann verwerfen und nochmal neu in ASP machen, dann in Flash - und dann doch wieder in HTML. Mindestens 10 brauchbare Free-Hoster kennen. Wissen was ein MX-Redord ist. Ein Onlineprogrammierer sieht sich nicht die Webseite an, sondernd den Quellcode - weil er die Informationen dort schneller findet.

  • Programmierfreak, offline. Kleine und Große Programme schreiben und zum laufen bringen. Die Programme auf verschiedenen Systemen zum laufen bringen. Ein Programm länger debuggen als das neuschreiben dauern würde. Nicht verstehen wie andere so schlechten Code schreiben können. Feststellen dass das der eigene Code von gestern war. Selbst einfachste Fragen an so einen Programmierer können immens lange Antworten zur Folge haben. Bring ein Fremdwörterlexikon mit.


...da sollte doch irgendetwas deinen Interessen entsprechen :-)

Und dann überlegst du dir mal welche Möglichkeiten du hast dir dieses Thema anzueignen. Konkretere Fragen führen zu konkreteren Antworten ;-)

Grüße!

Also du willst Know-how aufbauen. Ich behaupte, dass man das vor allem durch Regelmäßigkeiten und Konstanz aufbaut. Was man macht, ist wichtig, aber nicht sooo entscheidend. Egal, ob Fachmagazine oder fachliche Internetseiten lesen, selber schrauben oder sich mit Freunden, Bekannten und Verwandten zu dem Thema austauschen. Das ist alles wichtig. ABER: Man muss am Ball bleiben.

Wenn man nur sporadisch einen spannenden Artikel auf einer Internetseite liest, bringt das nicht wirklich viel. Fachwissen erlangt man so nicht.

Ich lehne mich mal wieder aus'm Fenster und behaupte: indem man möglichst viel kaputt macht!

Warum hat eigentlich keiner ein Problem damit, wenn in einer Bastelanleitung steht: "... schneiden Sie ein passendes Stück Stoff zurecht ..." - bisher habe ich noch von keinem gehört, der dann zu seinem einzigen Armani-Anzug griff und ...

Natürlich macht man nicht sein Hauptsystem kaputt! Wie kommen nur manche auf eine derart abstruse Idee?

Da nimmt man sich ein "altes" ausrangiertes System, konfiguriert es und erstellt ein Abbild/Image(Vollbackup und dann los. Das ist dann immer wieder in kurzer Zeit "zurück auf Null" gefahren ...

Viel kann man m. M. aus den Zeitschriften lernen und mit dem erwähnten System ausprobieren. Merke: Lernen geht fast ausschließlich durch Probieren, Wiederholen und Fehler machen. Wenn ein Kind einige Male ein Wort falsch benutzt (... ich lass mich doch nicht produzieren!") und seine Umwelt darüber in Lachen ausbricht, mag das ein pädagogisches Desaster sein, führt aber zwangsläufig dazu, dass Hänschen sein Lebtag lang weiß, was "provozieren" heißt und welchen sprachlichen Hintergrund es hat ...

Ebenfalls dem tatsächlichen Lernen zuträglich ist der Gedankenaustausch mit anderen - da muss man eben Leute finden, denen es Spaß macht über Computer zu quatschen. Wenn man bedenkt, dass es Menschen gibt, die es reizvoll finden, sich über faule, nichtsnutzige Aristokraten zu unterhalten, kann das nicht so schwer sein.

Das Internet - so toll diese "Erfindung" auch ist, eignet sich in meinen Augen wenig zum Lernen, Lernen geht anders, eben wie oben gesagt, auch durch Umsetzen. Mir fällt immer wieder auf, dass im Gespräch mit anderen, wir zu Fragen kommen, die wir erst vor wenigen Wochen in der Wikipedia nachgeschlagen haben. Ich könnte mich dann ziemlich regelmäßig ins Sitzteil beißen, weil ich die Fakten schon wieder vergessen habe. Erst wenn andere (bedeutsame) Umstände hinzukommen, sitzt Wissen. Davor ist es flüchtig.

Ah und noch was: Wer still vor sich hin lernt, wird sich wohl hauptsächlich mit den Dingen beschäftigen, die ihm Spaß machen. Das ist zwar grundsätzlich i. O. Wer aber wirklich lernen will, muss zwischendurch auch mit dem Stoff konfrontiert werden, der "ihm nicht so liegt". Auch da helfen andere Menschen, weil die tollerweise nicht nur andere Ansichten, sondern auch andere Interessen haben ...

Merke: Wenn zwei Menschen dasselbe denken, ist einer von ihnen überflüssig!

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@smatbohn

Macht immer wieder Spaß Deine Texte zu lesen !

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Computerwissen erlangt man, indem man liest, ausprobiert und seinen Respekt vor der Maschine klein hält. Allerdings sollte man sich vorher vergewissern, dass ein Vorhaben der Hardware/Software nicht schaden kann und damit die Sicherheit des PCs nicht beeinträchtigt wird. Erfolg, kann auch das Projizieren der Computertechnik auf ein evt. bildlich/gedanklich besser darstellbares Gebilde -bringen, um zu verstehen, was da überhaupt passiert. Über die Hardware informiert man sich schon vor dem Kauf.

.....gerade für Vollprofis geeignet sind? Bezüglich Hardware, Software, Sicherheit oder was? Lesen bildet !

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