Woran erkenne ich dass mein Arbeitsplatz überwacht wird?

2 Antworten

Das ist eine wirklich interessante Frage, KarateUdo.

Die Feststellung aus dem vorangegangen Beitrag stimmt natürlich in so weit, dass es ein Leichtes ist, auch ohne Spy-Software oder Vergleichbares, Router-Daten auszulesen und herauszufinden, wo die Angestellten gesurft haben. Frag doch mal deine Kollegin, wie ihr der "Arbeitszeitbetrug" bewiesen wurde. Sicherlich wird sie das ja nicht einfach so hingenommen haben, oder?

Ansonsten bewegt man sich da in einer rechtlichen Grauzone, denn jemanden "legal" auszuspähen, egal in welchem Zusammenhang, bedeutet einen starken Eingriff in den Datenschutz und die Persönlichkeitsrechte. Soweit ich weiß, muss man im Arbeitsvertrag einwilligen, dass man einer Überwachung (z.B. durch Videokameras) zustimmt. Ansonsten hat man was gegen den Arbeitgeber in der Hand, sollte es zum Ernstfall kommen. Hier steht sogar, "pauschale Überwachungen sind grundsätzlich untersagt." Entsprechend wäre es vielleicht auch sinnvoll herauszufinden, ob die Kündigung deiner Kollegin überhaupt rechtens gewesen ist. 

Dein Arbeitgeber muss gar nichts an Spy-Software auf dem Rechner installieren um dich zu überwachen, wenn du über das Unternehmens-Netzwerk ins Internet gehst. Der Router vom Arbeitgeber kann bequem mitschreiben welcher Rechner wann auf welche Seite zugegriffen hat. Läuft ja alles über ihn. Da hilft dir dann auch kein privater Tab mehr oder dass du deinen eigenen Rechner mitbringst.

Er hat recht. Spätestens die firewall kann den traffic loggen.

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