Wie sicher ist eine TrueCrypt Verschlüsselung?

3 Antworten

Die verschlüsselten Archive sind auf herkömmliche Weise noch nicht geknackt worden. Allerdings ist es möglich,das Passwort eines gemounteten Archives auszuspähen, indem man den Arbeitsspeicher des Rechners via Firewire-Schnittstelle ausliest und mit einer bestimmten Software analysiert. Das ist also nicht wirklich praxistauglich.

Für das Truecrypt-Passwort gelten die selben Regeln wie für jedes Passwort: Groß- und Kleinschreibung mischen, am Besten noch Ziffern reinbasteln und Sonderzeichen schaden auch nicht. Und natürlich nix,was man durch einfaches Ausprobieren erraten könnte oder durch das durchprobieren eines Wörterbuchs rausfinden könnte. Sprich: MaxMüller24121985 wäre als Passwort eher ungeeignet,wenn das dein Name und dein Geburtsdatum sind. Gerne wird empfohlen, sich einen Satz auszudenken und die Anfangsbuchstaben jedes Wortes als Passwort zu nutzen. Das Ganze sieht dann wie ein zufälliges Passwort aus.

Bei TrueCrypt? Na ja, je nachdem, wie sicher es sein soll... Du kannst Da quasi wählen zwischen "fast unknackbar" und "quasi niemals knackbar"

Die simpelste Methode wäre AES - das ist an sich schon ganz gut und bietet eine optimale Performance. Wenn Du die ultimative Verschlüsselung möchtest, dann nimm alle drei Methoden (Serpent-Twofish-AES), damit ist allerdings auch die Performance im Eimer - wäre also für ganze Festplatten/Partitionen nicht zu empfehlen (insbesondere nicht für die Systempartition), reicht aber durchaus für eine kleinere Containerdatei aus, in der wirklich sehr sensible Daten gespeichert werden.

Wer sich mit Truecrypt befasst, weiß, es ist unknackbar. Wenn man das System kennt, weiß man, dass man nur noch die Schlüsseldatei auf einen USB-Stick nehmen muss und ohne diese, kann man selbst mit dem richtigen Passwort (ob unsicher oder nicht!) die Daten nicht auslesen. Die Schlüsseldatei, die man zu Anfang durch Bewegen der Maus aus unzähligen, zufälligen Schlüsselcodes erstellt, ist nicht zu knacken, das ist der eigentliche Einstieg in den 256 Bit Schutz von Truecrypt! Und verliert man den USB Stick, dann muss der Finder den verschlüsselten Datencontainer und das Passwort auch noch an sich bringen, dann mal viel Spaß - daher wurde Truecrypt noch nie geknackt! PS.: Wer die Schlüsseldatei und/oder das Passwort verliert, kommt nie mehr an seinen Daten! Noch etwas: Eine komplette Festplatte oder das Betriebssystem verschlüsselt man nicht mit Truecrypt, sondern immer nur einen Bereich (Container) mit sensiblen Daten. Diesen öffnet man bei beginn der Sitzung einmal und dann kann man die Daten so verwenden, wie man das gewohnt ist. Ich merke dabei keinen Geschwindigkeitsverlust beim Lesen oder Schreiben von Daten in diesen Bereich.

Absolut richtig thumbs up

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