Technischer Schutz vor Filesharing?

4 Antworten

Ich kann dem allem nur zustimmen, was schon geschrieben wurde - zusätzlich fiel mir aber spontan noch "Proxy" ein - eine - für privat - recht aufwändige Lösung. Im Prinzip muss man einen eigenen Zwangsproxy - am besten gleich mit richtiger Firewall - einsetzen, der den gesamten Traffic analysiert und entsprechend filtert. Ein Riesen-Aufwand, der trotzdem keine 100%ige Sicherheit vor Filesharing bietet.

Hier auch noch ein kurzer Artikel von heise zum Thema. http://www.heise.de/ct/hotline/Filesharing-blockieren-1436278.html

Wirklich unterbinden kannst du Filesharing nicht...oder nur sehr begrenzt. Einfach den verwendeten Port im Router zu sperren bringt gar nix, weil es sofort wieder funktioniert,sobald man den Port im Programm verändert. Einfacher wäre es,über Zusatzsoftware oder Gruppenrichtlinien einfach den Start bestimmter Programme (Filesharingsoftware) auf dem Rechner zu blockieren...aber ob deine Familienmitglieder dem zustimmen ? Das kann zum Beispiel die gängige "Kinderschutzsoftware" (nein,das ist nicht die Pille :-D).

Selbst wenn du gar kein Filesharing betreibst, schützt dich das nicht zwingend vor Abmahnungen. Solange die Abmahner nämlich nicht vor Gericht gehen, müssen sie keine Beweise darüber erbringen,wie sie deine IP Daten erhoben haben. Die Loggingbuden können aber auch genausogut ganze Adressbereiche mit einem IP-Scanner nach aktuell vergebenen IPs suchen und per "Schuss ins Blaue" abmahnen. So gab es z.B. schon Fälle, wo irgendwelche internetfähigen Drucker (!) in Firmen abgemahnt wurden. Wie kommen die an solche IPs, wenn nicht per Scanning ?

Es gibt am Beispiel von Emule eine nette Abhandlung bei Loggileaks darüber,daß die Ermittlungsmethoden der Loggingbuden ganz und gar nicht so eindeutig sind,wie sie behaupten. Schau mal hier: http://www.loggi-leaks.info/Dokumente/erlaeuterungemule-verbose-log-pw.pdf . Das ist technisch weitestgehend auf Bittorrent übertragbar.

Danke für die Hilfe/Antwort

Dass die Loggerbuden auch falsch liegen können, ist ja das Problem. Bei der letzten Abmahnung habe ich sofort die PC meiner Kinder (die allerdings keine "Kinder" mehr sind) nach dem betreffenden Song und nach filesharing-Software ohne Erfolg abgesucht. Da wir auch nach den ersten Abmahnungen immer wieder ausgiebig über das Thema gesprochen haben und wir uns eigentlich nicht in der Familie anlügen, denke ich, dass ich bei der letzten Abmahnung zum Opfer der Loggerbude wurde!! Und davor möchte ich mich -wie auch immer- schützen, man muss ja Beweise haben, dass man es nicht war. So könnte man bei eine weiteren Abmahnung in die Offensive gehen und gegen den Abzockeranwalt eine Feststellungsklage einreichen!

Mein Wissen um Computerkenntnisse ist leider extrem begrenzt, daher hbe ich keine Ahnung wie man das anstellen könnte.

Gibt es denn irgendeine Routerlösung, die dieses Filesharing herausfiltern kann? Es gibt eine entsprechende Software (P2PBlock), die aber auf dem PC installiert werden muss, diese könnte man aber theoretisch löschen, da ich meinen fast erwachsenen Kindern wohl kaum die Adminrechte an ihren PC's entziehen kann..

Oder gibt es die Möglichkeit, einen "Master-PC" vor den Router zu schalten, worüber der INternetverkehr läuft und worauf diese Blocker Sofware (nutzen wohl auch Internet-Cafés) installiert wäre?

mfg

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@Andreas11

In Internetcafes wird das meines Wissens über Gruppenrichtlinien und eingeschränkte Accounts geregelt,daß bestimmte Programme nicht genutzt werden können.
Das Problem mit einem "Master-PC" (Gateway-Rechner) ist das,was ich schon schrieb: Du kannst zwar bestimmte "Übertragungskanäle" (Ports) sperren, jedoch ist es kein Problem, einfach die Porteinstellungen im Filesharingprogramm auf einen nicht gesperrten Port zu ändern. Einfach alle Ports sperren funktioniert aber auch nicht,weil dann überhaupt kein Internetzugang mehr möglich ist. Selbst wenn du alle Ports bis auf Port 80 sperrst (über den läuft das normale Browsen im Internet),so ist trotzdem noch Filesharing möglich. Einfach im Filesharingprogramm den zu benutzenden Port auf 80 umstellen,schon gehts wieder. Selbst wenn du deine Kinder dazu kriegst,kein Filesharingprogramm mehr zu nutzen, schützt das nicht vor erneuten Abmahnungen. Denn wie ich schon schrieb, sind die Möglichkeiten, an gültige IPs zu kommen, sehr vielfältig.

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Wenn eine Abmahnung kommt informiert man entweder gleich einen Anwalt oder schreibt den Abmahner an und fordert ihn auf die Beweismittel offen zu legen. Uhrzeit, geloggte Ip Adresse, Ort (z.B. Internetadresse), Art der Urheberrechtsverletzung. Danach googelt man den Namen der Abmahner und schaut ob es sich um berufsmäßige Massenabmahner oder um Abzocker (haben keine Beweise, spekulieren auf die Angst ihrer "Kunden") handelt.

Wenn es immer wieder passiert und es unwahrscheinlich ist, dass jemand in der Familie Filesharing betreibt liegt der Verdacht nahe, dass es nur Abzocker sind die gar keine Beweise in petto aber dafür deine Adresse haben. Oder dein WLAN ist nicht geschützt und du hast einen Filesharer in der Nachbarschaft der deine IP nutzt.

Es kann natürlich auch Zufall sein und der Grund liegt in einer fehlerhaften IP Zuweisung durch einen ungenauen Zeitstempel. Oder aber beim Abmahner kam es zu Fehlern in der Datenverarbeitung. In diesen Fällen bist du relativ chancenlos.

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