Seht ihr eSports als richtigen Sport an?

Das Ergebnis basiert auf 9 Abstimmungen

eSports ist teilweise eine Sportart 77%
eSports ist eine richtige Sportart 11%
eSports ist keine Sportart 11%

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
eSports ist teilweise eine Sportart

Das kommt drauf an wie man Sport definiert. Ein wesentliches Element im Sport ist der Wettbewerb - das gegenseitige Messen von Leistungen. Ein weiteres wäre die körperliche und/oder mentale Ertüchtigung zur persönlichen Leistungserhaltung und -steigerung. Ziele können bei beidem die Verbesserung der Gesundheit, Attraktivität oder Finanzen sein. Leistungssteigerung/-erhaltung hinsichtlich eines Wettkampfs nennen wir "Training".

Wird Sport in den Medien (oder generell Zuschauern) gezeigt, dann meist ausschließlich sportliche Wettkämpfe, da nur das interessant für einen passiven Zuschauer ist. Deswegen wird Sport meist mit Wettkampf gleichgesetzt, obwohl man eigentlich 'sportlicher Wettkampf' meint. Wettkämpfe sind aber streng genommen noch mehr, wie z.B. Poetry Slam oder ähnlichem aus dem Bereich Literatur, Kunst, Musik, Architektur, etc. Das würde man ja eher nicht als Sport bezeichnen. Eben weil den meisten der Aspekt der körperlichen Ertüchtigung fehlt oder einen zu geringen Stellenwert hat. Unsere Vorstellung von 'Sport' fokussieren sich nämlich darauf, wenn auch nicht ausschließlich.

'Professionelle Computerspielwettkämpfe' zeichnen sich durch ein hohes Maß an Taktik, Anpassungsfähigkeit, Reaktion, sowie sehr häufig Teamwork aus - genau wie in allen 'klassischen' Mannschaftssportarten. Von der Sichtweise ist es ein vollwertiger Sport. Und jeder der Motorsport als Sport bezeichnet muss auch eSport anerkennen, denn das ist im Grunde nicht anders. Beim Rennen seinen Hals riskieren oder die Umwelt verpesten macht nicht den Unterschied ob es Sport ist.

Das Anerkennungs-Problem mit eSport ist, dass es relativ neu ist (verglichen mit Schach z.B.), wie 'Denksport'-Arten eher den Fokus auf die mentale Komponente legt und dass die Allgemeinheit kein wirkliches Bild davon hat wie schwer es eigentlich ist im eSport-Bereich mitzuhalten. Das hat, anders als es vielleicht aussieht, nichts mit einem bisschen entspannten daddeln am Wochenende zu tun, sondern ist anstrengend. Büroarbeit ist ja auch anstrengend, nur da hat man eine bessere Vorstellung da man es eben nicht nur zum Vergnügen macht.

Für mich persönlich sind Aktivitäten die der Erhaltung/Steigerung der Leistungsfähigkeit und Gesundheit dienen Sport, Wettkampf hin oder her. eSport und das was man gefühlt unter 'Denksport' einsortieren würde ist für mich daher Sport, der aber fast nur die mentale Leistungsfähigkeit trainiert. "Teilweise Sport bis Sport" sozusagen.

Man kann die gleiche Diskussion übrigens auch über Salat führen. Für mich ist ein Salat eine Rohkost-/Kaltspeise die zum Hauptteil aus Blättern von Pflanzen besteht. 'Nudelsalat' und 'Kartoffelsalat' sind keine Salate.

eSports ist teilweise eine Sportart

Kommt drauf an, wie viel man sich dabei bewegt. Bei der Wii zum Beispiel würde ich sagen ja. Da bewegt man sich ja viel bei manchen Spielen. Aber die Zeiten der Wii sind quasi rum. Die Zukunft gehört da der Switch. Aber auch da bewegt man sich mit dem Controller.

Aber generell sehe ich es so, dass nur Sport im "realen Leben" richtiger Sport ist. Ansonsten ist Sport auf Konsolen ist höchstens Fingersport, eventuell...

Wenn E-Sports kein Sport ist, dann ist Schach, Billard und Formel 1 auch kein Sport. Daher bin ich für die Aufnahme der E-Sports und seiner voll umfänglichen Anerkennung in den üblichen Gremien (Olympia bspw.).

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