RAM gekauft als 9-9-9-27- Modul. Warum wird im Benchmark 11-11-11-28 angezeigt?

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2 Antworten

Hallo huggele,

Herstellerangaben bei Arbeitsspeicher sind Mindest-/Maximalangaben, bei den Timing-/Latenzangaben der Mindestwert, beim Takt eben der Höchstwert ...

Das ist wie beim Eimer, 10 Liter passen rein, das bedeutet aber nicht, dass immer 10 Liter drin sind, man kann auch nur 9 reinfüllen, aber keine 11!

Die Computersprache entnimmt ja immer mehr Kürzel für Arbeitsspeichertechnik aus den Gebieten Geografie und Politik, "DDR", "Rom", äh ... "ROM", "SPD", hier geht es um die "Sozis": https://de.wikipedia.org/wiki/Serial\_Presence\_Detect

Im "Serial Presence Detect"-Chip (SPD) legen die Hersteller diese Ober-/Untergrenzen fest, das Mainboard liest sie aus und stellt im BIOS die Werte entsprechend ein. Natürlich geht das aber nur, solange die auf dem Board verbaute Elektronik auch schritthalten kann ... schafft ein Mainboard nur 800 MHz, ergibt sich kein Sinn, Riegel mit 1066 MHz einzustecken (außer dem, dass man einfach keine anderen zur Hand hat ...). Das gesamte System würde dann mit auf 800 MHz getakteten RAM-Riegeln laufen.

Wie beim Eimer: Hast du nur 8 Liter Wasser zur Verfügung, kannst du eben auch nur 8 Liter in einen 10-Liter-Eimer füllen, trotzdem theoretisch (und eigentlich auch praktisch) 10 Liter reinpassen würden!

Aber auch bei Mainboards, die eigentlich RAM-Grenzwerte bedienen können (sollen), kommt es gelegentlich vor, dass entweder Werte falsch aus dem SPD-Chip ausgelesen oder absichtlich schlechtere Werte übernommen werden.

Wiedennwodennwasdenn? Absichtlich?

Ja, richtig gelesen! Das kam z. B. früher recht häufig bei ASRock-Mainboards vor, als sie noch ein Ableger von ASUS waren. Deshalb waren sie in Tests stets ein bisschen langsamer als ihre "großen Schwestern". Wer im BIOS von Hand nachjustierte, bekam dann quasi die Leistung der teureren Boards - gut für den (kundigen) Anwender, schlecht für den Hersteller, denn der will ja Reibach machen und auch die teureren Platinen verkaufen.

Wenn du dir also ganz sicher bist, dass deine Riegel die spitzeren Timings auch zuverlässig vertragen, kannst du meist im BIOS die Werte von Hand eintragen. Du kannst aber auch alles so lassen, wie es ist. Denn in der Praxis wirst du keinen Unterschied spüren.

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Und was ist im BIOS eingestellt? U.U. wird durch eine (automatische) langsamere BIOS-Einstellung gebremst.

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