Neuinstallation immer sinnvoll?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du siehst das absolut richtig: Mit einer Neuinstallation ändert man an den persönlichen Daten gar nichts. Denn die sichert man ja vorher. Wer darin „zu viel Krimskrams“ und „die Übersicht“ verloren, störend viele doppelte Dateien hat, der behält sie auch, weil sie ja nach der Neuinstallation – genau so – wieder aufgespielt werden.

Eine Neuinstallation macht allein Sinn, wenn man ein „frisches“ Betriebssystem haben will. Und das benötigt man nur, wenn sich Probleme auf dem Rechner ergeben haben, die anders nicht zu lösen sind.

Selbst ein Schädlingsbefall muss meist nur sehr vorsichtige User zur Neuinstallation bewegen, denn nicht selten sind die Schädlinge anders zu entfernen, so dass man sich die ganze Arbeit sparen kann.

Die meisten Neuinstallationen werden aus Unkenntnis der User gemacht. Sie wissen nicht, wie sie ein Problem anders lösen können. Oder haben falsche Vorstellungen. Denn ein gut optimiertes Windows funzt bei etwas „Pflege“ über Jahre einwandfrei. Manchmal ist der PC nach einer Neuinstallation sogar lahmer als vorher. Da muss dann erst wieder neu optimiert werden.

Die Idee der in gewissen Abständen sinnvollen Neuinstallation, weil sich zuviel Datenmüll angesammelt hat (gemeint nur Datenmüll im Betriebssystem, nicht in den eigenen Dateien) hatte noch zu Zeiten von XP und Vista gewisse Berechtigung. Bei W7 muss nicht mehr so oft eine Neuinstallation gemacht werden. Mein XP wurde letztmalig vor 6 Jahren (!) neu aufgesetzt, mein Vista in all den Jahren nur einmal (weil das SP2 selbst mit Hilfe des Microsoft-Support nicht anders behebbare Probleme bereitet hatte), mein W7 einmal – allein wegen eines unerklärlich gebliebenen Problems nach der Einrichtung einer automatischen Sicherung.

Eine Neuinstallation ist weit seltener nötig, als durchgeführt. Dahinter stehen oft noch die Erfahrungen aus XP-Zeiten (die für W7 nicht mehr gelten) und ein subjektives Gefühl (ein neu aufgesetztes Windows ist eben „frisch“, wie als hätte man geduscht).

Die in Deiner Frage angesprochenen „Probleme“ behebt eine Neuinstallation nicht. Stören Dich doppelte Dateien, hilft nur mühsames Aufräumen (suchen und entfernen). Für besseren Überblick sorgt eine gute Ordnerstruktur. Neue Ordner, Unterordner anzulegen scheuen manche User aus mir unerklärlichen Gründen. Diese dann treffend bezeichnen ist die „halbe Miete“. Beispiel: Wer das Bild von Oma sucht, der sollte es unter „Bilder->privat->Familie->Oma einordnen. Dann findet er es schnell und muss nicht mühsam alle Bilder durchsehen.

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Nachgang: Der Rat zur Neuinstallation ist wie der Rat, eine Defragmentierung zu machen, oft die einzige gesehene Möglichkeit einiger User - und deshalb hast Du den Rat schon so oft gelesen. Lass Dich dadurch nicht beirren.

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Du musst in dem Fall eben aufpassen das du kein komplettes Backup der Festplatte machst, dann speicherst du den Müll eben mit. Du darfst eben nur die Daten, wie Dokumente, Musik, ... speihern, am besten ohnehin auf einer gesonderten Partition/Festplatte und dann das System komplett neu installieren und auch alle Programme neu installieren.

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