NAS selber bauen?

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2 Antworten

Für ein NAS in Reinform muss dein Rechner eigentlich kaum was können.
Nur Netzwerk und etwas RAID. Daher kannst du theoretisch ältere Hardware wiederverwenden die du noch herumliegen hast. Problematisch ist dann aber eher der Stromverbrauch, den du ja so niedrig wie möglich halten willst.

Du könntest dir eins aus einem Atom-basierten Mainboard basteln (Intel Celeron J1900 und co.), die sind Low Power und für sowas recht gut geeignet, bzw. finden sich auch in kommerziellen NAS-Systemen.

Ich hab mir mein NAS aus einem Cooler Master Elite Gehäuse, bequeit System Power 300W, AM1-Mainboard, AMD Sempron 5350 und 4GB RAM gebaut für knapp 200€. Dazu WD Red als Datenplatten. TV-Karte reingebaut, Windows 7 drauf. Ist zwar kein reines NAS mehr aber selbst TV-Streaming Server und NAS-Funktion mit Software-RAID funktioniert problemlos und so schnell wie es Realtek-basiertes Gigabit-Ethernet eben möglich und die CPU ist trotzdem fast nie beschäftigt. Will man mehr als 3 Datenplatten oder verlässlicheres muss man da schon ne Schippe drauflegen und ein besseres Board haben.

Z.B. ein Skylake Board mit Intel Celeron G6600 (oder so). Der hat wie der 5350 auch AES-Instruktionen was Verschlüsselung beschleunigt und man bekommt mehr Platten angeschlossen, bzw. hat die Option eine "richtige" Netzwerkkarte zu nutzen (von Intel).

Wenn mans professionell angehen will kann man auch zu Serverhardware greifen und auf FreeNAS gehen. Das sollte man meiner Meinung nach aber nur mit ECC-RAM und mind. 5 Festplatten machen im Raid-Z2 Verbund. Da kostet dann aber schon das Board allein mehr als mein NAS. Ein beliebtes Board für das Vorhaben wäre z.B. http://www.mindfactory.de/product_info.php/ASRock-C2550D4I-SoC-So-BGA-Dual-Channel-DDR3-Mini-ITX-Retail_981310.html Das ist ideal für ein Small Office / Enthusiast NAS.

Aber wie deluxe schon sagte, es gibt zahlreiche Anleitungen und Zusammenstellungen zu dem Thema im Internet

PS: SSDs als Massenspeicher ist so schon unsinnig aufgrund der Kosten, in einem NAS wäre es doppelt unsinnig da du selbst die Geschwindigkeiten von Festplatten kaum komplett ausnutzen kannst dank dem beschränktem Gigabit Ethernet und Protokoll-Overhead

PSS: Ich verwende nur deswegen Windows auf meinem NAS weil der DVBViewer Recording Service nur auf Windows läuft. Die Linux Alternativen haben mir alle die ich gefunden habe nicht zugesagt. Ansonsten hätte ich zu Linux gegriffen

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Kommentar von sotnu
09.04.2016, 16:49

Danke erstmal für die Antwort.

Das es da soviele Anleitungen gibt, hätte ich nicht gedacht, deshalb habe ich es gleich gelassen.

Und ja stimmt, SSD's machen ja kein Sinn wenn man max. 125 MB/s transferieren kann. Da sollte eigentlich auch noch eine Red voll ausgeschöpft werden.

Denkst du eine WD Red bringt 125 MB/s ? Weil die sind ja, wenn man nicht die speziellen nimmt, bei 5400 Upm. Und ich kann daraus immer so wneig ziehen.

Und wegen dem 24/7 Betrieb: Fallen die Platten nicht eher aus, wenn sie angeschalten sind ? Also wenn ich das Nas in der Nacht ausschalten würde, wäre das ja eigentlich schon fast besser, oder nicht ?

Und wegen dem Formfaktor: Was für Mainboards nimmt man denn gewöhnlich ? Diese ITX-Boards ?

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NAS werden mit Raspberry große Platinen, du kannst auch ITX-Boards benutzen und Linux Distributionen betrieben, also so ein großer Hardware aufwand ist das eigentlich nicht, nur muss dir Software dem entsprechend ausgewählt und eingerichtet werden.

Was den Speicher angeht sind SSDs meiner Meinung nach unangebracht, da ein NAS zum Datenspeicherung und Datenaustausch da ist und SSDs nicht so oft beschrieben werden können wie HDDs. Für Betriebssysteme mag das ok sein, aber wenn du ständig Daten hin und her schiebst, wird die Anzahl an Schreibzyklen ganz schnell immer weniger.

Ein Vorteil ist natürlich die Lesegeschwindigkeit und evtl. sind SSDs für den 24/7 betrieb noch besser geeignet, da es keinen Motor gibt der verschleißen kann. Aber dafür gibt es ja extra die WD REDs, die auf 24/7 ausgelegt sind.

Ich hab mal kurz gegoogelt. Hier gibts kostenlose NAS Software als OS! ;-)

http://www.nas4free.org/

Wenn du nur kurz "NAS eigenbau" googlest, dann findest du ganz viele Anleitungen, dann brauch ich das nicht machen! ^^


https://cse.google.de/cse?q=NAS%20eigenbau&sa=Suche&cx=partner-pub-0030114367999801:7ve7oxp555y#gsc.tab=0&gsc.q=NAS%20eigenbau&gsc.page=1



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Kommentar von sotnu
09.04.2016, 16:53

Danke für die Antwort.

SSD's haben sich dank den max. 125 MB/s erledigt. Das hatte ich vergessen :)

Und was ist denn bei den Boards "normal" ? Sind die ITX-Boards normal ? Das ist eigentlich das wichtigste, denn den Rest kann ich dann ja an das Board anpassen.

Und danke für den Tipp mit dem nas4free.

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