Muss man einen neuen Laptop erstmal 24 Stunden am Stück aufladen?

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1 Antwort

Schon lange bemüht sich die Industrie, Konzepte zu finden, um den Ladezustand eines Akkus zu erfassen.

Das ist ein wahrlich schwieriges Unterfangen, da bei den meisten Bauarten die Akkuspannung - anders als bei Primärzellen - fast die ganze Betriebszeit über annähernd gleich bleibt. Die Sache wird noch dadurch verschärft, dass Zellen zueinander spannungsmäßig stärker auseinander liegen können, als ihre jeweiligen Zustandsspannungen. Soll heißen: Akku "A" hat in relativ vollem Zustand eine niedrigere Spannung als Akku "B" in relativ leerem.

Eines der Konzepte ist nun, den Akku möglichst lange zu laden, damit man sicher gehen kann, dass die Spannung wirklich nicht mehr ansteigt und ihn anschließend zu entladen. Hierbei versucht die Elektronik, die Kennlinie des Akkus zu erfassen, was bei Lithium-Ionen-Akkus auch schon recht passabel funktioniert.

Oft habe ich aber den Verdacht, dass der Verbraucher diese Mühe umsonst in Kauf nimmt, weil in Wirklichkeit gar keine intelligente Elektronik verbaut ist, die eine derartige Analyse tatsächlich vornehmen könnte.

Gerade habe ich mir ein neues, schnurloses Telefon gekauft, da sollte ich erst das Ding etliche Stunden aufladen (und dabei auf keinen Fall aus der Ladeschale nehmen - sprich: den Ladevorgang nicht unterbrechen), danach außerhalb der Ladeschale liegen lassen, bis es wieder komplett leer ist und danach wieder ohne Unterbrechung etliche Stunden in der Schale laden lassen.

Jetzt habe ich keine Freunde mehr, da ich ja tagelang nicht anrufen konnte. ;-)

Und ob in dem Telefon tatsächlich eine Auswerteelektronik steckt, wage ich sehr zu bezweifeln.

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