Linux -Antivirenprogramme und Firewall...notwendig ?

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2 Antworten

Die Firewall ist m.E. bei allen Distributionen nicht nur mit dabei, sondern auch per Default eingeschaltet und aktiv. Das macht natürlich Sinn. Ich wüsste nicht, warum man darauf verzichten sollte, es sei denn, das System hat keinen Netzzugang.

Antiviren-Programme und eine Firewall sind sehr unterschiedliche Dinge. Dateien (Programme) mit Viren holt man sich selbst beim Download. Dabei "öffnet" man die Schutzmauer selbst. Glücklicherweise sind Linux-Viren sehr selten und werden auch nur dann verheerende Auswirkungen haben, wenn man als root mit solchen Dateien etwas macht. Da ein Linux-User seinen eigenen Datenbereich ( sein HOME) hat, würden sich Viren nur auf diesen Bereich auswirken können. Das hängt natürlich auch von der Sorgfalt ab. Wenn root allen alles erlaubt hat, dann wirkt auch das nicht.

Eine Firewall gestattet nur den freigegebenen Ports (das sind einfach nur Dienste wie http, ftp oder auch ssh ) von außen auf den Computer zuzugreifen. Wer aber aus der Firewall nur eine Holztür macht, der bietet natürlich viele Angriffsmöglichkeiten. Normalerweise können auch diese Ports geschlossen sein, denn durch die dynamische Vergabe von IP-Adressen wir ein Zugriff auf eine Web-Seite (http) eines privaten Computers schwieriger. Wenn man SAMBA (um einen Windows-PC vorzutäuschen) laufen hat und mal die Log-Dateien ansieht, dann werden Unmengen an Anfragen gestellt und abgeblockt,

Aus dieser Sicht ist eine gute Firewall pflicht. Beachte aber auch, dass einige Router bereits eine Firewall realisieren. Ob dann die PC's dahinter noch eine benötigen, kann ich jetzt nicht sagen. Bei Linux muss man sie nicht extra kaufen, so dass es wohl kein Problem ist, sie einfach einzuschalten.

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