Laptop geht plötzlich nicht mehr an und nichts passiert, liegt das am Ladegerät oder was ist los?

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1 Antwort

Hallo seokjin,

Auch wenn ich den Power Button gedrückt halte

Meinst du damit, dass du die häufig versteckt eingebaute Reset-Funktion (bei entnommenem Akku Power-Button für mind. 30 Sekunden gedrückt halten) schon probiert hast?

... ist der Laptop erst knapp 1 jahr alt

Dann zieht also noch die Gewährleistung ... Problem dabei: Sechs Monate nach dem Kauf kehrt sich die Beweislast um, somit musst leider DU beweisen, dass der Fehler von Anfang an im Gerät schlummerte - sozusagen mitgeliefert wurde ...

Wie du das machen sollst? Keine Ahnung - frag den Gesetzgeber ;-(

Wobei ich dir aber raten kann ... Wenn sich der Klapprechner definitiv (auch nach Reset) nicht wiederbeleben lässt, benötigt der Händler KEINE Festplatte zur Ermittlung des Fehlers. Du kannst sie also beruhigt entnehmen und das Gerät ohne einschicken.

Denn angenommen ein Schreiner baut dir einen Schreibtisch und legt gewohnheitsmäßig (um seine Kunden zu erfreuen) einen Schreibblock in eine der Schubladen, dann kannst du evtl. Mängel am Werk natürlich auch dann reklamieren, wenn du den Schreibblock mittlerweile vollgeschrieben hast und verständlicherweise vor der Reklamation aus dem Schreibtisch entnimmst.

Ganz genau so verhält es sich beim Notebook leider nicht, der Computer an sich ist eine zu neue Sache, zu der in Teilbereichen jegliche Präzedens (mit "s") fehlt. Aber wer denken kann, begreift sofort, dass Produkte, die dazu gedacht sind, persönliche, private Informationen zu speichern, einer gesonderten Gewährleistungsregelung unterworfen sein müss(t)en. Leider tun sich Menschen nun mal mit dem Denken schwer und so entstehen gesetzliche Regelungen oft erst, wenn es schon zu spät ist ...

Und da du den Rechner ehedem ja nicht zum Prozessieren vor Gericht erwarbst, sondern zum Arbeiten/Spielen etc., gibt es natürlich noch die Möglichkeit, die Festplatte vor Einschicken des Geräts komplett zu löschen/schreddern.

Denn manch Händler ist uneinsichtig und verlangt im Reparatur-/Gewährleistungsfall den PC samt Festplatte ... wie gesagt, bevor man sich unnötig mit ihm streitet, gibt man den Klügeren und klont die Festplatte oder fertigt eben ein komplettes Abbild von ihr an. Einfaches Kopieren des Inhalts reicht definitiv nicht, ebenso wie anschließendes einfaches Löschen. Die Festplatte wird am besten entnommen und mit einem Programm wie "HDClone" http://www.chip.de/downloads/HDClone_13012701.html oder mit dem dort empfohlenen "Clonezilla" (welches ich präferieren täte) geklont, hernach geschreddert (nicht einfach nur gelöscht) und wieder eingebaut.

Jetzt könnte der Händler noch bemängeln, dass kein Betriebssystem auf der Festplatte west, macht sich aber spätestens dann lächerlich.

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