Könnte mich der PC-Kerl betrogen haben?

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Mich wundert, dass da nichts zu holen war, wo doch mein Laptop es
geschafft die zulesen und sich erstmal hochgefahren hat. Wollte der Kerl
mir etwa die teure Aufbereitung aufschwätzen?

Nicht unbedingt. Solche Fehlerbilder gibt es tatsächlich. Ich hab z.B. eine ältere 500GB Festplatte zuhause die einen Schaden hat. Die wird ganz normal erkannt und die Dateien werden auch alle aufgelistet. Versuche ich aber Dateien zu kopieren sinkt die Kopiergeschwindigkeit nach kürzester Zeit auf 0 - Kopieren unmöglich. Zwar nicht bei allen Dateien aber bei den meisten. Da haben wohl einige Platter bzw. Lese-/Schreibköpfe was abbekommen dass das nicht mehr richtig funktioniert. Den Geräuschen nach hört sich das auch verdächtlich nach einem Headcrash an. Also dass die Platte zeitweise noch ging, der Techniker einen Schaden diagnostiziert hat und trotzdem nichts retten konnte ist durchaus im Bereich des möglichen. Bei einem Headcrash oder generell Mechanikproblemen kann man als Normalsterblicher/Techniker auch nichts mehr machen, da hilft dann nur das Datenrettungslabor, das die Festplatte öffnet, die Scheiben entnimmt und dann ausliest. Ist entsprechend teuer.

Außerdem hat er auf seiner Webseite stehen: Fehlerdiagnose und
Kostenvoranschlag: kostenfrei ! Dann berechnet der mir für keinen Erfolg
20 €

Wenn du ihn damit konfrontierst und nett bittest könnte er vielleicht drauf verzichten. Du hättest aber besser vorher nochmal persönlich nachgefragt ob das wirklich gratis ist. Ich find das zwar auch unangenehm dass man 20€ für nichts zahlen soll, auf der anderen Seite eine Fehlerdiagnose und Rettungsversuch auch ein wenig Arbeitszeit die er investiert hat. Wie viel es tatsächlich war kann man allerdings nicht sagen. Er könnte sich ne halbe Stunde persönlich deiner Platte gewidmet oder das Ding einfach nur an ein Gerät gehängt haben - je nachdem wie einfach er sich das Leben macht. Die Prüfung dauert aber definitiv keine Woche. Diese lange Wartezeit kommt eher davon dass deine Festplatte eine geringere Priorität in seinem Zeitplan hatte.

Datenrettung nach einem Festplattenausfall ist extrem unangenehm. Das Szenario sollte man mit Backups oder Redundanz verhindern. Hier hat Cloudspeicher auch eine sinnvolle Anwendung.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Kostenlose arbeit würdest auch du nicht anbieten, von daher sind 20 Euro noch völlig im rahmen. Eine Woche ist verständlich, wenn man viele Aufträge hat und man nicht genug Personal, höchstwahrscheinlich auch nur zu zweit in dem Laden arbeitet(einer an der Kasse und einer hinten in der Werksatt). Du kannst es ja selber testen. Lege eine Linix Live CD(Knoppix oder Puppy Linux) ins Laufwerk und schau nach ob die festplatte erkannt wird und wenn ja, ob noch Daten vorhanden sind. Datenrettungslabore, sind tasächlich sehr kostenintensiv, um die 600 euro. So etwas lohnt sich wirklich nur wenn die Verloren gegangenen Daten von woanders nicht wieder zu beschaffen sind, wie Geschäftsdokumente, Doktorarbeiten usw. Von daher empfehle ich dir es erstmal selber zu testen und nicht gleich den IT-Heini zuverdonnern. Der muss ja auch von was leben! ;-)


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?