Kann man DSL Vertrag fristlos kündigen wenn man ins Ausland zieht?

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6 Antworten

Ich war selber mal in der Situation. Und nein, bei meinem Provider ging es zuerst nicht. Gott sein dank war er kulant und mit der bestätigung der Ummeldung konnte ich glücklicherweise aus dem Vertrag raus. Einfach nett nachfragen und wenn es nicht geht, kann man es nur akztpieren.

Hallo HansRubens, ich kann mich meinen Vorrednern @Avita und @Windoof nur anschließen – die Tatsache, dass er keine Leistungen aus dem Vertrag mehr nutzen kann, reicht bei weitem nicht aus für eine vorzeitige Kündigung.

  1. könnten Zusatzleistungen wie Gratis-Homepage, günstiger Handy-Zusatzvertrag oder ähnliches immer noch genutzt werden

  2. würde mancher Richter wohl unterstellen, dass sich schon vor vier Monaten hätte abzeichnen können, dass es auf eine berufliche Versetzung hinaus läuft.

Jetzt kommt es darauf an, zu verhandeln:

  • Ist Vodafone bereit, die Vertragsdauer auf 12 Monate zu reduzieren und die (freilich höheren) Monatsbeiträge als Ausgleich abzurechnen? Das könnte billiger kommen als 20 Restmonate zum günstigen, vertraglich vereinbarten Normaltarif

  • Mit dem Arbeitgeber: Ohne Grund wird er seinen Mitarbeiter nicht "in die Wüste" schicken. Er wird sich wohl Gewinn davon versprechen, trotz Zusatzkosten. Genau unter diese Kosten fallen imho auch Ausgleichszahlungen für Vertragsauflösungen, welche der Arbeitnehmer durch die berufliche Veränderung leisten muss.

Kommt ein Mitarbeiter im ihm persönlich möglichen Umfang der Schadensminderungspflicht nach (Vorverhandlungen mit dem Provider), kann von vernünftigen Arbeitgebern auch der Ausgleich der restlichen Kosten verlangt werden.

Zum Jahresabschluss bleibt dann außerdem noch die Möglichkeit, die berufsbedingten Kosten in konkreter Form steuerlich geltend zu machen.

es wurde höchstrichterlich entschieden, dass, wer DSL-Verträge mit längerer Laufzeit abschliesst, diese dann vorzeitig kündigen will, der Vertragsnehmer dem Provider die restl. Laufzeit zahlen muss.

Die Argumentation ist die, dass jeder, der so einen Vertrag abschliesst, von dem Problem wissen muss. Es gibt alternativ kurzlaufende Verträge, die etwas mehr kosten.

Mit einem 2-Jahresvertrag bekommt man Vorteile wie ein Modem o.ä. günstig gestellt.


Zieht man ganz aus D weg (KEINEN Wohnsitz mehr in D), so kann es jedoch sein, dass es zu einer Kulanzregelung seitens des Providers kommt - zu dieser ist er jedoch nicht gezwungen.

Es gilt generell:

Wenn Dein "Kumpel" unvorhersehbar beruflich ins Ausland muss und dort auch seinen Wohnsitz nehmen muss, also in Deutschland - ich gehe hier von Deutschland aus - keinen Wohnsitz mehr hat, auch keinen 2., z.B. bei den Eltern, ist das ein Grund für eine so genannte "Außerordentliche Kündigung" des DSL-Anschlusses. Bleibt er in Deutschland pol. gemeldet, und sei es nur mit 2.Wohnsitz, gibt es die Möglichkeit der "Außerordentlichen Kündigung" nicht.

Die "Außerordentliche Kündigung" beendet den Vertrag zwar außerordentlich. Der Provider kann aber Schadensersatz verlangen, also das, was Du "Entschädigung" nennst. In der Regel kann man mit den Providern über die Höhe verhandeln.

Allgemein gilt hier § 314 BGB - Kündigung von Dauerschuldverhältnissen aus wichtigem Grund, was die Kündigungsmöglichkeit angeht. Den Schadensersatz regelt § 34 (4) BGB.

Vodafone handelt rechtens. Andere Provider handhaben es nicht anders. Und bei erst 4monatiger Vertragsdauer bei einem - hier unterstellten - 2Jahresvertrag wird der rechtens zu verlangende Schadensersatz nicht gering sein.

Es nutzt auch nichts, mit Vodafone zu streiten, einen Anwalt zu nehmen und die Fronten verhärten zu lassen. Das macht die Sache nur teurer. Zumal es zu dieser Frage bereits mehrere rechtskräftige Urteile gibt, die alle Vodafone stützen.

Wird Vodafone stur und verärgert, könnte dort die Frage aufgeworfen werden, ob der Berufswechsel ins Ausland nicht vor 4 Monaten erkennbar oder erahnbar gewesen ist u.a.m.. Also besser nett und freundlich mit dem Provider umgehen. Sonst wird es u.U. noch teurer als jetzt sicher ohnehin schon.

Schreibfehler: Den Schadensersatz regelt natürlich nicht "§ 34 (4) BGB" sondern § 314 (4) BGB.

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Nein, das ist bei vielen Anbietern kein Grund! Nur wenn der Mitarbeiter gut drauf ist ;)

Ich bin ja nur in nen anderen ort gezogen und hat net geklappt!

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