Ist es für einen Laptop schädlich, wenn man ihn immer in den Energie sparen-Modus setzt?

4 Antworten

Ich mach das auch öfters, hab bis jetzt keine Probleme feststellen können. Ab und zu sollte man aber schon einmal zumindest einen Reboot durchführen.

Ich würde es nicht allzu oft machen.. bei mir ist dadurch die Airport Karte kaputt gegangen!

Also ganz ehrlich ich mache das jetzt schon Jahre so um halt auch Zeit zu Sparen und nicht ewig warten zu müssen bis die Kiste oben ist. Also meinen Laptop hat es noch keinen schaden zugefügt du kannst es von daher so weiterbehalten!

Nein ich sehe keinen Grund weshalb es schädlich sein sollte. Du sparst aus meiner Sicht auch nur die von dir erwähnte Zeit. Von daher kein Problem.

Beim "Energie sparen"-Modus von Windows - dem Ruhezustand "S3" nach ACPI-Standard - wird der gegenwärtige Betriebszustand im RAM (Arbeitsspeicher) gespeichert und der Rechner dann ausgeschaltet. Die Stromversorgung für den Arbeitsspeicher muss bestehen bleiben, denn beim RAM handelt es sich um sogenannten "flüchtigen" Speicher (wenn Strom weg, dann Daten weg!).

Daraus ergibt sich schon der erste "Nachteil": Der Strom"verbrauch" in diesem Zustand ist zwar gering, wenn man aber das Notebook in den Schrank packt und vergisst, dass man es gar nicht "richtig" heruntergefahren hat, kann nach relativ kurzer Zeit der Akku vollständig entladen sein. Zwar schaltet sich dann auch dieser Ruhezustand automatisch vollständig ab (Daten sind dann also weg!), aber die dann erfolgende Selbstentladung könnte durch den Betreiber unterschätzt werden (wähnt er doch den Klapprechner in Sicherheit, schließlich hat es dem Notebook noch nie etwas ausgemacht, einige Wochen im Schrank zu liegen). Packt man einen Klapprechner mit - sagen wir einmal - 50% Restladung des Akkus in den Schrank, dann entlädt sich der Akku durch Selbstentladung nur seeehr langsam, wenn der Rechner vollständig ausgeschaltet ist. Vergisst man ihn dann für ein paar Wochen, ist das kein Problem. Packt man ihn - ebenfalls bei 50% Restladung des Akkus - in den Schrank, hat ihn aber nicht komplett ausgeschaltet (heruntergefahren), entlädt sich der Akku viel schneller, da ja Strom für den Arbeitsspeicher aus dem Akku gezogen wird. Ist der Akku dann schließlich ganz entleert, schaltet sich der Arbeitsspeicher zwar aus, aber jetzt beginnt die Selbstentladung des Akkus - aber bei 5% Restladung und nicht wie im anderen Fall bei 50%. Daraus folgt, dass der Punkt, an dem eine Tiefentladung des Akkus erfolgt viiiel früher erreicht wird.Tiefentladung ist leider der sichere Tod jedes Akkus.

Der zweite Nachteil: Bei einem "richtigen" Neustart verwirft Windows den ganzen Müll, der sich während der Session im Arbeitsspeicher angesammelt hat und schafft klare Verhältnisse. Diese Reinigungswirkung entfällt beim "Energie sparen"-Modus, weshalb das Betriebssystem des Notebooks sich immer zäher anfühlt. Ein gelegentlicher "vollständiger" Neustart schafft hier jedoch sofort Abhilfe, bleibende "Schäden" können dadurch nicht entstehen.

Beide "Nachteile" sind aber relativ bedeutungslos. Ganz besonders, wenn man daran denkt und entsprechend handelt!

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