Frage zu E-mails die an eine nicht existierende Adresse geschickt werden?

1 Antwort

Webseiten und andere Programme besitzen Funktionen um Mails zusammenzubauen (in der Form die das SMTP-Protokoll vorschreibt) und an den Postausgangsserver (SMTP-Server) schicken zu können. 

Die eigentliche Zustellung der Mail übernimmt also die Webseite/Software gar nicht selbst. Sie schreibt nur den Brief mit dem gewünschten Inhalt und gibt ihn bei der Post ab - bildlich gesprochen. Auf den Umschlag (dem Header bzw. SMTP-Envelope) kann die Webseite aber optional den "Return-Path" angeben um "Bounces" anzunehmen - also eine "wenn unzustellbar zurück an"-Mailadresse an die Unzustellbarkeits-Benachrichtigungen gesendet werden wenn der Zielserver nicht erreichbar ist, die Empfängeradresse nicht existiert (z.B. wegen einem Tippfehler) oder kein Speicherplatz am Ziel vorhanden ist.

Konkret heißt das: Beim Senden der Mail kann die Webseite oder das Programm nicht wissen ob die Mail ankommen wird (aus welchen Gründen auch immer). Solange die Mail aber an den Postausgangsserver übertragen werden kann und die Syntax stimmt gilt die Mail für die Client als erfolgreich versendet. Wenn ein Return-Path in der Konfiguration angegeben wurde kann sich der Webseitenbetreiber aber die Mühe machen und nachschauen ob eine Unzustellbarkeitsnachricht empfangen wurde.  Falls kein Return-Path angegeben ist, erhält niemand eine Info und keiner weiß ob sie wirklich angekommen ist. Dein Online-Anbieter kann also Benachrichtungen bekommen haben oder auch nicht, hängt von seinen Einstellungen ab. Bei einem Internetanbieter denk ich aber schon dass die die empfangen.

Ich hab mal vor einigen Jahren einen Forenaccount mit einer Mailadresse registriert die ich irgendwann gelöscht habe. Einige Zeit später hat mich der Forenbetreiber im Forum per privater Nachricht angeschrieben dass ich meine E-Mail-Adresse updaten soll. Der Newsletter (der nicht mehr ankam) hat ihm in seiner Mailbox Unzustellbarkeits-Mails beschert. 

Bei einem Softbounce (temporäre Probleme, wie fehlendem Speicherplatz) wird der SMTP-Server die Mail in die Warteschlange einreihen und die Zustellung später erneut versuchen bis er es irgendwann aufgibt und die Mail "verloren" geht. Bei einem Hardbounce (Zieladresse existiert nicht) gibt er es gleich auf. In der Antwort des Zielservers befindet sich ein Fehlercode, durch den der SMTP-Server weiß welcher Art das Problem ist. Würde sich jemand die Ziel-Mailadresse nachträglich registrieren käme die Mail also nicht mehr an.

Für deinen Anbieter wird das mit den Mails aber trotzdem relativ egal sein. Die werden deine Mailadresse manuell ändern oder den Account sonstwie zurücksetzen und gut. 

(kleine Rauchwölkchen aus den Ohren kommend)Okay, das ist wirklich seehr ausführlich,dafür danke ich erstmal :)

Also ich fasse mal für mich zusammen:

1)Der Versender der Nachricht kann darüber informiert werden ob diese ankommt oder nicht,sofern er eine solche meldung vereinfacht gesagt aktiviert hat.

2)Sollte irgendwann einmal die E-mail-adresse von jemanden generiert bzw. verwendet werden,ist es nicht möglich das die verschickte mail nachträglich an dieses Postfach ankommt.

Nur noch eine Frage,wo "landen " dann die verschickten mails,sprich wenn sie keine Empfänger erreichen,bleiben sie dann vereinfacht gesagt im Briefkasten des Absenders liegen,oder..wie muss ich mir das vorstellen,also angenommen die mail beinhaltet den text "hallo"

und hallo wird auf die reise geschickt und kommt nicht an,wandert hallo wieder nach hause zurück oder lungert irgendwo herum?

Kannst du mir das für technik-dummies erklären :D?

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@Erdbeerkaese22

1)Der Versender der Nachricht kann darüber informiert werden ob diese ankommt oder nicht,sofern er eine solche meldung vereinfacht gesagt aktiviert hat.

Er kann sich mit einer Einstellung informieren lassen wenn es Probleme bei der Zustellung gibt. D.h. wenn das aktiviert ist und nach einer Weile die Nachricht nicht kam ist sie am Zielserver angekommen. Das heißt aber nicht dass der Empfänger sie auch gelesen hat. Das kann man so nicht überprüfen. Man kann eine Lesebestätigung anfordern, aber ob die gesendet wird liegt beim Ermessen des Empfängers. Es gibt zwar noch einige Tricks um feststellen zu können ob sie gelesen wurde ohne das der Nutzer eine Lesebestätigung sendet aber das erklär ich jetzt nicht ^^

2)Sollte irgendwann einmal die E-mail-adresse von jemanden generiert bzw. verwendet werden,ist es nicht möglich das die verschickte mail nachträglich an dieses Postfach ankommt.

Korrekt

Nur noch eine Frage,wo "landen " dann die verschickten mails,sprich wenn sie keine Empfänger erreichen,bleiben sie dann vereinfacht gesagt im Briefkasten des Absenders liegen,oder..wie muss ich mir das vorstellen,also angenommen die mail beinhaltet den text "hallo"

Vereinfacht gesagt, es gibt 4 Rechner: deiner, dein Maildienst (z.B. gmx.de), der Maildienst des Empängers (z.B. web.de) und der Rechner des Empfängers. Du schreibst deine Mail auf deinem Rechner und sendest sie an deinen Maildienst. Ist sie dort angekommen hat das Senden *für dich* geklappt. Dein Mailprogramm meldet ein erfolgreicher Versand. Der Maildienst muss sie aber noch ans Ziel zustellen. Geht hier was schief, wird die Unzustellbarkeitsnachricht von ihm generiert (in dem auch der Inhalt angehängt wird) und verschickt. Die Originalnachricht wird gelöscht, da der Mailserver nichts mehr damit anfangen kann (Zustellen hat ja nicht geklappt). 

Bei einem Dienst für Endkunden wird aber zusätzlich noch eine Kopie gemacht die im eigenen Postfach im "Gesendet"-Ordner gespeichert wird. Außerdem ist der Return-Path die Absendeadresse. D.h. wenn du von sagen wir web.de eine Mail an eine nicht existierende Adresse schickst bekommst DU die Unzustellbarkeitsnachricht. Probiers mal aus wenns dich interessiert. 

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@FaronWeissAlles

Ahh,ich habs kapiert,am wichtigsten war für mich zu verstehen was genau mit der Mail passiert wenn sie nicht ankommt. Du kannst das sehr gut erklären, du bist der stephen Hawking des e-mail universums :P(gott war der witz schlecht XD)

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