Feststehender Desktop PC (Stand Computer)

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Sagen wir also mal sechs Jahre alt.

Die Grafikkarte eines sechs Jahre alten PCs dürfte kaum als aktuell spieletauglich bezeichnet werden, also wird eine neue Grafikkarte fällig. Im schlimmsten Fall befindet sich auf dem Mainboard noch ein AGP-Sockel, kann man derzeit etwa in den Bereich einer AMD/ATI 4670 aufrüsten - eine Ausgeburt an Gamerleistung ist das nicht gerade.

"Bessere" Grafikkarten gibt es aber nur als PCIe-Ausführung und die benötigen dann sogar zusätzlich einen Stromanschluss, den das vorhandene Netzteil in der gewöhnlichen Form sicher nicht bietet. Okay, es gibt Adapter, die ein, zwei normale Molex-Stecker "umwidmen", aber das alles stößt auch irgendwann an Leistungsgrenzen. Mit großer Sicherheit muss man also ein neues Netzteil kaufen.

Ganz ähnlich die Situation beim Prozessor: Aktuelle Prozessoren haben ganz andere mechanische Ausprägungen und passen überhaupt nicht auf alte Sockel. Das heißt dann, dass es nicht genügt, eine neue CPU zu erwerben, mann muss auch das passende Mainboard kaufen. Und beim Arbeitsspeicher wird die Situation auch nicht wirklich besser, der sechs Jahre alte PC hatte vielleicht noch DDR(1)-RAM, aktuelle Boards sind schon bei DDR3, außerdem wären die vorhandenen Riegel eh zu langsam und böten zu wenig Speicherkapazität ...

Was heißt das nun konkret? Grundsätzlich gibt es immer Wege, Systeme, die nicht die Grenze des Machbaren darstellen, aufzurüsten bzw. zu tunen, aber da das nicht im Sinne der Hersteller ist, denken die sich natürlich Wege aus, um diese Möglichkeiten einzudämmen.

Andererseits kann man aber den Herstellern nicht pauschal einen Vorwurf machen, denn die entwickeln ja jetzt aktuell z. B. CPU-Sockel, die für die derzeitige Prozessorgeneration ideal geeignet sind - künftige Entwicklungen können natürlich andere Sockel erfordern.

Also, wer gern bastelt und über eine hohe Frustrationsschwelle verfügt, kann jederzeit loslegen. Wer eher an Ergebnissen interessiert ist, sollte sich den Frust lieber ersparen.

Du kannst durch den Einbau neuer Teile aus einem Oldtimer kein modernes Gerät machen. Ich bin kein Spieler, aber ich wage die Behauptung auf einem 7 Jahre alten PC läuft kein modernes Spiel mit voller Performance. Offensichtlich handelt es sich um ein 32 bit Betriebssystem. Jep, da sind nur max. 4 Gb RAM möglich. Keine Ahnung aber, wie es mit GrafikRAM da aussieht. Die Nachrüstung mit einem 64 bit Betriebssystem um mehr RAM Unterstützung zu bekommen, wird wahrscheinlich an der Hardware scheitern, welche dafür nicht ausgelegt ist. Fazit: Für einen Arbeits-PC (Office usw.) und für Internet ist das Teil problemlos geeignet. Spielspaß wirst du aber auch bei Aufrüstung nicht bekommen.

Na das ist doch mal eine herausforderung... Altes Gehäuse und neu Bauteile!!! Der Wolf im Schafspelz :)

Aber eigentlich totale Geldverschwendung: Unter 32bit werden nur max. 3 GB Arbeitspeicher verarbeitet. Und eine (8GB???) (3GB hab ich auf die schnelle gefunden) Grafikkarte wird nicht nur am Mainboard scheitern sondern wahrscheinlich auch an der Stromversorgung... Und wenn man gerade am tauschen der Peripherie ist kann man auch noch die Festplatten tauschen....

Bis sich das ganze dann gerechnet hat, kann man sich gleich einen GamerPC im Sonderangebot hohlen...

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