Frage von gh7401,

WIN XP wird nicht weiter gepflegt

Wie geht es weiter? Unmengen gekaufter Software und Daten, Datenbanken laufen mit XP seit 10 Jahren. Muss man jetzt die Netzwerkverbindungen trennen? Eine Migration nach Win 7 hat mir bereits gezeigt, dass fast alle Alt-Anwendungen verloren sind. Win 8 ist noch schlimmer. Hat jemand eine Vorstellung, wie man den alten Ballast, der historisch gewachsen ist, irgendwie im neuen Win weiter betreiben kann? Für jeden Sinn und Unsinn gibt es Emulationen. Gibt es hier vielleicht auch so was?

Antwort von smatbohn,
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Zu Windows 7 liefert Microsoft nicht nur "aus Scheiß" ein völlig kostenloses XP, nämlich den "XP-Mode" mit - zu laut waren die Proteste der Unternehmen, die fürchteten, spezielle Hardware etc. nicht weiter betreiben zu können.

Aber da liegt das Tierchen auch begraben: Eigentlich ist Windows eine Art "Erwachsenenspielzeug", dass es irgendwann in der gewerblichen Verwendung landete, ist auf ein Riesenmissverständnis in den Neunzigern zurückzuführen. Warum Menschen glauben, sie würden etwas ganz besonderes erwerben, wenn sie Produkte von Nike, Apple oder eben Microsoft kaufen, wird wohl ein Rätsel bleiben. Mittlerweile weiß man, dass die Produkte des Erstgenannten unter Verwendung minderwertiger Materialien von Kindern in der Dritten Welt zusammengeschustert werden, der Zweitgenannte einfach nur zu viel Geld für sein Zeugs verlangt (und private/persönliche Daten weiterreicht als wären es Kettenbriefe) und vom einstigen Glamour des Letztgenannten ist kaum etwas übriggeblieben - längst wissen selbst Computerlaien, dass die Produkte nicht gerade Profiansprüchen genügen.

Aber das Kind ist nun mal in den Brunnen gefallen, alle Warnungen von damals sind in den Wind geschrieben (ich erinnere mich noch gut daran, dass man mich damals sogar regelrecht anfeindete, als ich vor den heutigen Zuständen warnte ...).

Also was bleibt dir konkret? Das Weiterbetreiben eines von Internet getrennten XP-Systems ist eine gute Idee. Damit man keine Komforteinbußen erleidet, benutzt man einen KVM-Switch - denn wer will schon mehrere Tastaturen, Mäuse und Monitore auf seinem Schreibtisch ertragen?

Kommentar von gh7401,

Danke für diese ausfürliche Antwort. Es wird also einen isolierten Arbeitsplatz geben. Deiner "Spielzeug"-Bemerkung kann ich nur vollstens beipflichten. Jeder Kenner ernsthafter EDV hat es mit Erstaunen gesehen, wie dieser Wind of Changes die Welt ergriffen hat. Bastelei. Nun gut, das ist Geschichte. Nun gut, so ist die Evolution. Nicht das Beste überlebt, sondern Dasjenige, was die Aufgaben hinreichend erfüllt. Und hier war es die Bastelei, der Spieltrieb. Es gab mit zu denken, als IBM mit seinem OS2-Ausstieg die gesamte sogenannte PC-Welt verabschiedete. Dennoch gibt es ein ernshaftes Werken im Hintergrund, das wirst du auch kennen. Eine Maschine, die von Praktikern mit Praktikern und durch Praktiker entwickelt wird. Die kann alles. Ein Glück, das sie normale Welt davon nichts wahrhaben will! Sie ist einfach zu teuer.

Kommentar von sphxx,

Eine Maschine, die von Praktikern mit Praktikern und durch Praktiker entwickelt wird. Die kann alles. Ein Glück, das sie normale Welt davon nichts wahrhaben will! Sie ist einfach zu teuer.

...klingt für mich jetzt ein wenig nach Utopie :-)

Bezieht sich das auf irgendetwas konkretes?

Kommentar von gh7401,

Ja. Früher hiess sie mal AS400. Heute heisst sie glaube ich IBM I5, Server I oder so. Das ist eine realistische Weiterentwicklung der Lochkartenverarbeitung von früher. Heutzutage ist da alles drin was es gibt, Unix, Cobol, Java, BLOBS, irgendwelche erdenklichen Datenbanken ( es ist übrigens eine Datenbank-Maschine ). Mir haben immer die armen Unix-Leute leid getan, die nach einem Netz- oder Stromausfall ewig zu tun hatten. Bei der AS400 gab es einen kleinen weissen Knopf. Den drückte man und das wars. Zum Glück habe ich den höchstens 1x im Jahr gebraucht.

Diese Maschine war es auch, die mich zu dem Glauben verleitete, man könne seine Anwendungen ewig betreiben. Da laufen noch Anwendungen aus der Anfangszeit der Programmierung ohne Murren.

Kommentar von Fugenfuzzi,

Hmm AS400 puuuhh.......... good old time . Ich glaub die gab es mal mit Pentium Pro Prozessoren. mit 4 Stück verbrauchte Sie damals Inkl. aller Hardware mindestens 1100 Watt an Leistung. Fürs Zimmer brauchte man dafür dann keine Heizung mehr aber dafür um so mehr einen Riesenvorrat an Ohrenstöppel :-) . Ich glaub nen Kollege hat noch so eine Stromheizung als Museumsstück aufgestellt :-)

Kommentar von gh7401,

Ja, damals war EDV auch noch mit Heizungs-Stromverbrauch belegt. Inzwischen ist das anders. Während die Einen noch über 64-Bit-Prozessoren diskutieren, sind die anderen schon über 256-Bit Prozessoren hinaus. Oder denken über neuronale Prozessoren nach. Die Praktiker...

Kommentar von smatbohn,

Es wird also einen isolierten Arbeitsplatz geben.

Bei Verwendung des von mir vorgeschlagenen KVM-Switches nicht!

Ach was würde ich nur machen, wenn man mir meine KVM-Switches wegnehmen täte (@ Dingo: Das sind Selbstmordgedanken!).

Ob ich das öfters machen werde, die "Zitat"-Funktion nutzen? Die Regeln der Zeichensetzung besagen, dass bei Zitaten und wörtlicher Rede An- und Abführungszeichen ohne Leerschritt zum Text gesetzt werden. Wenn ich die Zitat-Funktion nutze, denkt jeder: "ach guck mal, dieser Honk, wahrscheinlich war der in der Schule nur Kreide holen, aber hier den Klugscheißer machen!"

„Es wird also einen isolierten Arbeitsplatz geben.“

Na also, geht doch!

Kommentar von Dingo,

Suizidgedanken bei der Überschrift ?

WIN XP wird nicht weiter gepflegt, Frage ging an TO

Antwort von sphxx,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hi!

Ab der Professional-Version von Windows 7 kannst du den sogenannten "XP-Modus" benutzen:

windows.microsoft.com/de-de/windows7/products/features/windows-xp-mode

...oder du nutzt einfach eine kostenfreie Virtualisierungs-Software und installierst dein XP damit unter Windows 7:

windows-hilfe-forum.de/f16/xp-virtualbox-installieren-1145/

 

Meine Meinung zum bevorstehenden Ende des XP-Supports: ...an nem PC der nen Webzugang hat würd ich das System echt nicht weiter verwenden und - wenns sein muss - eine der beiden genannten Möglichkeiten nutzen.

Und meine Erfahrung mit Windows 7 ist dass erstaunlich viele Programme ganz problemlos damit funktionieren. Was heißt bei dir *"Migration"..? Ich hab eben per Installationsdisk Windows 7 installiert und danach meine Anwendungen. Ist natürlich einmaliger Aufwand, aber ich hab jetzt einfach keine Notwendigkeit für ein virtuelles XP, weil einfach alles was ich brauche bestens unter 7 klappt :-)

Grüße!

Kommentar von gh7401,

Ich muss die Datenbanken und so weiter weiter benutzen. Open Office oder so kann das nicht. Jahrzehntelange Erfahrung kann eine freie Anwendung nicht in wenigen Jahren erwerben,

Den Übergang auf Win7 habe ich schon probiert. Viele Alt-Anwendungen sind weg. Migration heisst bei mir, dass das vorhandene historisch gewachsene System vollständig in der neuen Umgebung funktionsfähig auftaucht. Sowas geht z.B. bei AS400 und Nachfolgern.

Es ging nicht um das Neuinstallieren, sondern um eine echte "Migration". Das alte System wandert also in ein neues hinein.

Kommentar von sphxx,

Ah... hmja, das könnte bzw. wird zu Problemen führen.

So nahtlos funktioniert der Umstieg von XP zu 7 dann doch wieder nicht - die Probleme tauchen da im Detail auf, aber um die scheint es bei dir ja zu gehen.

Man könnte nachhaken um welche Datenbanken es sich handelt, auch soetwas kann exportiert und importiert werden - du bist sicher nicht der einzige Mensch der einen aufwändigeren Umzug von XP nach 7 vor sich hat, die Chancen stehn nicht schlecht dass es auch für derartige, umfangreichere Vorhaben brauchbare Lösungen gibt.

Da du OpenOffice erwähnst: ...ich würd wenn dann "LibreOffice" bevorzugen, aber wenn es sich um Office-Datenbanken handelt könnte eine aktuelle Version womöglich schon sehr gut alte Bestandsdaten in eine neue Version migrieren. Wobei man das sehr gründlich recherchieren sollte, ne neue Office-Version fällt auch nicht vom Himmel.

Das sind Details die speziell, fallweise, geklärt und recherchiert werden müssten - aber so genau will ichs eigentlich garnicht wissen. Mir kommt da grad was anderes in den Sinn.

 

Nicht dass ich das schonmal ausprobiert hätte, aber...

Du kannst dir mit "Virtualbox" eine erwähnte Virtualisierungs-Anwendung installieren. Damit kannst du - auf Softwarebasis - im laufenden Betrieb unter Windows 7 einen "virtuellen PC" erstellen. Dem wird dann auch CPU-Leistung, Festplattenkapazität, Arbeitsspeicher zugewiesen. Dein (physikalischer) PC muss also über ausreichend Leistung verfügen sowohl das reale Betriebssystem Windows 7 als auch den virtuellen PC mit entsprechenden Ressourcen zu versorgen.

Diesen virtuellen PC richtet man dann wennmöglich so ein dass keine Netzwerkverbindung besteht (...um das "alte" XP aus der Schussbahn zu halten) - gewährt allerdings Zugriff auf Wechseldatenträger und Laufwerke. Das sind alles Konfigurationen die sich durch "Virtualbox" erledigen lassen.

Man könnte dann ein komplettes Systemabbild des XP-Systems anfertigen ("Acronis True Image" bietet sich wohl an - leider nicht kostenfrei). Man erstellt also eine 1:1-Kopie des XP-Rechners.

Und dann benutzt man die verwendete Backup-Software mit dem virtuellen PC um das erstellte Abbild dort wiederherzustellen.

Da sich die komplette Hardwareumgebung des virtuellen PCs von dem bisherigen, realen XP-Rechner unterscheidet wird das nicht völlig problemlos ablaufen, aber ich hab hier kürzlich vernommen dass "Acronis" - bei der entsprechenden Verwendung - auch für derartige System-Umzüge geeignet sein soll.

 

Ich hab keine Ahnung ob sich das so realisieren lässt, aber mir kommt gerade nichts in den Sinn was gegen diesen Spontaneinfall sprechen würde - mir wärs wohl nen Versuch wert.

Ja, das ist "Aufwand", "umständlich" und auch "gebastel". Und es entspricht auch nicht deiner Vorstellung von Migration - sorry, aber das mit dem "hineinwandern" wird nicht funktionieren, dafür sind XP und 7 zu unterschiedlich. Eine einfache Eingliederung ist aus meiner Sicht nicht machbar, man wird also wohl tricksen und Hand anlegen müssen... :-\

Ziel der Sache wäre dann jedenfalls dass man am neuen PC das ganz normal installierte Windows 7 als neues Betriebssystem nutzt. Für... herkömmliche Anwendungsfälle.

Und beinahe so wie man normale Programme startet könnte man dann unter Windows 7 den erstellten virtuellen XP-PC starten - und ihn genau so benutzen, wie es zuvor gesichert wurde.

Beim verwenden des XP-Modus von 7 ist das arbeiten mit einer derartigen 1:1-Kopie nicht möglich - bei der Verwendung dieser Option ist XP zwar deutlich "hübscher" in 7 integriert, aber das alles wie gehabt neu einzurichten wird wohl auch erstmal wieder ne Weile dauern.

Wie gesagt, ich hab sowas noch nicht gemacht (...ein Abbild auf nen virtuellen Rechner übertragen), aber vielleicht wär etwas derartiges für deine Zwecke ja brauchbar? Falls ja kannst du dir dazu ja mal weitere Informationen einholen - falls nicht weiß ich dazu grad auch nichtsmehr :-)

Grüße!

Antwort von Fugenfuzzi,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Wie geht es weiter?

Entsprechende Dienste Deaktiveren und gut iss, da gibts keine weiteren Updates mehr. Haste Firma ? , haste Vertrag mit Winzigweich und entsprechendne Key ? ( wegen Updates) ? ,wenn alles mit ja Bestätigst kriegste noch bis April 2014 Updates . Dann werden auch die letzten Server abgestellt.

Unmengen gekaufter Software und Daten, Datenbanken laufen mit XP seit 10 Jahren.

Pech für dich. du hattest 10 Jahre zeit auf Zukunftsweisende alternativen umzustellen oder auf Freie Standards Umzusteigen. 10 Jahre die du sinnlos verplempert hast. Hättest z.B. auf MYSQL die Datenbanken eingesetzt dann hättest heute nicht die Probleme ,aber nein der Mensch ist ja soo Bequem man geht den Weg des geringsten Widerstandes. Zahlt lieber Knete für irgendwelchen Mist und gut is. Wer nicht übern Tellerand schaut und auch sich andere alternativen ansieht ,den erwischt es früher oder später . Kaufsoftware ist und war nie eine dauerhafte Lösung und Option. Zeitweise ,kein Problem . wer das bis heute nicht gerafft hat dem kann man auch nicht mehr helfen. Das hat auch nichts mit Bequemlichkeit zu tun. Eine Möglichkeit wäre auf z.B: Linux umzusteigen da man hier weniger angst haben muss um irgendwelche Integrationsprobleme , es ist kostenlos und man hätte auch viel viel Geld gespart. Wer weiß ob es dafür ausgereicht hätte einen Spezialisten einzustellen der dann die Pflege und Wartung der Anwendungen und Datenbanken gemacht hätte.

Eine Migration nach Win 7 hat mir bereits gezeigt, dass fast alle Alt-Anwendungen verloren sind. Win 8 ist noch schlimmer.

Da muss man in den Sauren Apfel beißen ,alternativen suchen die den Anwendungen Ähnlich sind Datenbanken auf freie Standards umkonvertieren ,dann sich mit neuen Anwendungen einarbeiten und die Leute auch entsprechend schulen für die Anwendungen. all das hätte man sich sparen können wenn man Vorrausschauender gedacht hätte und nicht nur bis zur Schuspitze.

Für Datenbanken gibt es sehr wohl Konverter die auf diverse Standards die Datenbanken selbst (meist mit etwas Verlust) umstellen können. auch wenn man nicht bereit ist sichauf alternativen umzustellen wird es jetzt Zeit das zu tun !

Ich selbst hab 2 Firmen mit so einem Dilemma auf Linux umgestellt ,(das war 2010) . selbst heute kriege ich noch Dankesbriefe von den Leuten und wenn ich mal dort vorbeikomme( als Besucher) steht immer ne Tasse Kaffee für mich bereit :-) Wenn man will und auch bereit ist ,dann geht vieles problemlos .aber auch hier sollte man nicht an alten Sachen ( vor allem kostenpflichtige) festhalten. denn damit machen die meiste nur Geld und wenn es mal zu alt wird ,wird man hängengelassen.Wird es dann Zeit für nen Spezialisten ,dann wird man Dauer weil es dann wieder Geld kostet ,das man hätte einsparen können, wenn man Vorrauschauender geplant hätte.

Kommentar von ironcity,

Ich selbst hab 2 Firmen mit so einem Dilemma auf Linux umgestellt ,(das war 2010) . selbst heute kriege ich noch Dankesbriefe von den Leuten und wenn ich mal dort vorbeikomme( als Besucher) steht immer ne Tasse Kaffee für mich bereit :-)

Erfinde nicht wieder irgendwelche Stories die nie passiert sind. Du bist kein Administrator, und hast auch nix auf Linux umgestellt.

Genau so hast du auch nie bei CERN gearbeitet wie du immer wieder behauptest

Antwort von gh7401,

Versuchsweise habe ich probiert, (mit kopierten Platten) auf einem andern PC das zu Laufen zu bringen. Geht nicht. Ich verstehe das, ist doch die Philosophie auch bei WIN inzwischen besser geworden. Dennoch sollte eine "Emulation" es ermöglichen, die alten Bestände, wenn auch nicht ins System zu übernehmen, wenigstens weiter zu betreiben. Es gibt doch auch DOS-Emulationen usw. ich will hier nicht uferlos werden. Jedenfals ist der finanzielle Verlust von Alt-Lizenzen schmerzhaft. Oder?

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