Frage von sotnu, 24

Wie von Upm in MB/s umrechnen (Fragezeichen) Also z.B eine 7200Upm Festplatte.Und noch weitere Fragen bezüglich Festplatten?

Hallo erstmal :)

Also die 1. Frage wäre wie gesagt, wie man bei den Festplatten von der Umdrehung pro Minute in MB/s umrechnen kann ?

Die 2. Frage wäre, welche "Teile" Einfluss auf die Geschwindigkeit haben. Also damit meine ich z:B Schnittstellen ect. PCI-E ist ja besser als SATA (so als Beispiel). Also was die Geschwindigkeit abbremst. Bezogen auf HDD mit SATA6.0 (oder gibts noch was besseres?),SSD mit SATA 6.0 und PCI-E und USB 3.0 (oder höher).

Weil wenn man ja eine SSD hat und die an SATA6.0 (was ja 6GB/s haben sollte) anschliesse, dann soltle die doch genau so schnell sein (da sie ja eh nie diese 6GB/S erreicht) wie angegeben. Nur ist das irgendwie nie der Fall, also müssen da ja noch andere Faktoren Eifnluss darauf haben.

Also kann mir jemand von euch sagen, was alles darauf Einfluss hat (bei den genannten Szenarien mit HDD+SATA6.0, SSD+SATA6.0 ect)? Wäre echt hilfreich.

Habe da irgendwie nichts brauchbares an Information finden können, oder nur kleine Bruchstücke. Also wende ich mich an euch :)

Danke schon einmal für eure Hilfe.

Gruss sontu

Antwort
von DrErika, 24

Zu 1) gar nicht.

Komponenten, die die Geschwindigkeit/Übertragungsrate beeinflussen sind (ohne Vollständigkeitsanspruch):

Umdrehungsgeschwindigkeit, Zugriffsgeschwindigkeit, Schnittstelle (Hardware wie IDE/SATA/USB) und dessen Protokoll (z.B. SATA3), Treiber im Betriebssystem und das Betriebssystem selbst.

Kommentar von sotnu ,

Ah ok.Danke für die Antwort erst mal

Aber trotzdem kann man doch irgendwie einen Wert berechnen. Bei SSD's geht das ja auch.

Und wieso hat das Betriebsystem Einfluss auf die Geschwindigkeit ? Und hat die Grösse des Caches kein Einfluss ?

Kommentar von DrErika ,

Wenn ein Betriebssystem hohe Latenzzeiten hat und das preemptive Scheduling den Festplatten kaum Prozessorzeit gibt, wird sie effektiv langsam sein.

Natürlich hat ein Cache Einfluss auf die Geschwindigkeit. Den zähle ich mit zur Schnittstelle dazu, denn die Größe allein sagt nicht viel. Vielmehr interessant ist, welches Verfahren dort angewandt wird, um zu cachen.

Ausrechnen kann man da nur grob etwas. Meist ist dies eine best-case-Rechnung. Denn es kommt ja darauf an wie die Daten auf der Platte liegen, welche Daten ich wann abrufe und wie der Cache darin beansprucht wird und wie gut er auf die Situation reagiert usw. Viel interessanter sind Praxistests - und da zählt, welche Maschine mit welchem Betriebssystem und welche Komponenten zum Einsatz kommen.

Kommentar von sotnu ,

Hmm ok. Ich habe irgendwie keien Ahnung was preemptives Scheduling und Latenz ist ^^ aber ok, es hat irgendwie Einfluss:)

Ja mit Cache kenne ich mich nicht so aus. Dachte Cache ist Cache. Was ist denn da gut und gibt es denn da viele verschiedene Verfahren?

Und ja stimmt schon, das ein Praxistest besser wäre, aber hald nur so aus Interesse. Kannst du mir sagen, an was das liegt, dass meine Festplatte seit neuestem 10 MB/s langsamer schreibt und 20 MB/s langsamer liest ? Habe das selbe Betriebssystem drauf und ist auch sonst alles gleich (etwa).

Kommentar von DrErika ,

Zum Thema Cache: https://de.wikipedia.org/wiki/Festplattencache

Typischerweise wird eine Festplatte langsamer, wenn sie viele defekte Sektoren hat, die Schreib/Leseköpfe immer wieder kalibrieren muss oder ein Kabel zum Bus defekt/locker/angefressen ist. Alles in allem kein gutes Zeichen jedenfalls. Lies doch mal die SMART-Werte aus (gibt ja Tools dafür), dann kannst du sehen, ob sie selbst schon weiß, dass sie dem Lebensende nahe kommt.

Kommentar von sotnu ,

Danke, den Artikel werde ich mir ansehen.

Ja diese Werte habe ich irgendwie nie recht verstanden. Da steht z.B "Aktueller Wert 200" und "schlechtester Wert 200" und dann aber "Grenzwert 36".

Aber hier mal ein Link zum Bild.

http://666kb.com/i/d2k83yflxz0zeml7n.gif

Wie man sieht, ist sozusagen alles auf dem Maxium oder fast. Da steht aber  "Schlechtester Wert". Also normalerweise würde ich davon ausgehen, dass die Platte so schlecht wie es nur geht, ist. Aber da steht als Gesammtbewertung gut und mein USB-Stick hat auch überall 100 von 100. Da der Neu ist und eine 100% Bewertung kriegt, muss das so sein.

Aber von den Werten an sich kann ich garnichts nützliches rauslesen, bzw. fast nichts.

Antwort
von AnnaRisma, 15

Hallo sotnu,

klingt ja mal wieder wie ein Musterfragekatalog ...

Hier von mir der Beitrag, dass es kein "SATA 6.0" gibt. Es gibt "Serial ATA 6,0 Gbit/s", auch "SATA Revision 3.x" genannt, und aus der ersten offiziellen bezeichnung geht auch hervor, dass die maximale theoretische Datenübertragungsgeschwindigkeit mitnichten 6 GB/s, sondern 6Gb/s (also Gigabit) beträgt.

Und da bei SATA (bis Rev. 3) die "8b/10b-Kodierung" verwendet wird, beträgt sie in der Realität 600 MByte/s (4,8 Gb/s).

Mittlerweile gibt es auch "SATA Express" (als "8,0 Gb/s" mit tatsächlichen 7,88 Gb/s und "16,0 Gb/s" mit real maximal 15,76 Gb/s).

Alles Werte, die man in der Praxis so gut wie nie zu Gesicht bekommen wird. Datentransport ist nämlich leider keine einfache Angelegenheit. In den gefühlt 70 Jahren, die ich mich mit Computertechnik beschäftige, ist mir noch keiner (wirklich keiner!) über den Weg gelaufen, der mir vollumfänglich hätte erklären können, warum auch heute noch die Datenraten beim Kopieren/Verschieben kleiner Dateien teilweise in den einstelligen MB/s-Bereich fallen.

Gut, Daten können nicht "einfach so" kopiert werden. Damit der Rechner (und somit wir) damit arbeiten kann (können), müssen sie ins bestehende Dateisystem eingebettet werden, sie benötigen eine Adresse, damit sie später wieder gefunden werden können und vieles mehr ... Warum diese Prozesse aber so viel Zeit in Anspruch nehmen, erschloss sich mir bis heute nicht!

Evtl. komme ich noch mal auf die Frage zurück, aber jetzt gerade ... meine Frau hat das Essen fertig ...


Kommentar von DrErika ,

... meine Frau hat das Essen fertig ...

Mahlzeit! :D

Kommentar von sotnu ,

Ok, hört sich komplizierter an, als ich es mir gewünscht habe :)

Und wie meinst du das mit dem Musterfragekatalog ?

Und ok, dann en guten.

Antwort
von compu60, 13

Man kann die Umdrehungsgeschwindigkeit nicht umrechnen in Datenmenge pro Sekunde. HDDs mit 7200rpm haben nicht immer die gleiche Lese-, Schreiggeschwindigkeit haben. Ebenso bei SSDs, einfach mal die Herstellerangaben lesen. Wenn man die HDDs oder SSDs für  SATA 6 an Kontrollern mit SATA 3 oder weniger anschliesst, kann es passieren das diese Angaben vom Hersteller nicht erreicht werden, ebenso bei PCIe 3.0 oder 2.0.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community