Frage von Annabelle, 72

Wie sicher man Daten am besten?

Hallo zusammen,

ich bin mit den Nerven am Ende. Mein Chef hat mich heute gebeten, nach einer Lösung zu suchen, mit der wir unsere Daten bestmöglich schützen. Ich habe ihm einiges vorgeschlagen, aber er meint es reicht nicht. Er meint es soll wohl eine Lösung geben, bei der sich andere Leute (Experten) darum kümmern und dort die Daten gut aufgehoben sind?!?! Ist für mich ehrlich gesagt nicht ganz verständlich. Hat er recht? Oder was wären eure Ideen dazu. Muss bis nächste Woche ihm ein Ergebnis präsentieren...

Antwort
von FaronWeissAlles, 72

Er meint es soll wohl eine Lösung geben, bei der sich andere Leute (Experten) darum kümmern und dort die Daten gut aufgehoben sind?!?!

Was er da andeutet ist das outsourcen der Datenverwaltung an externe Dienstleister, sprich: eine Cloud-Lösung. Es gibt Unternehmen die sich diesbezüglich spezialisiert haben und im Business-to-Business Geschäft tätig sind und die IT-Infrastruktur für andere Unternehmen bereitstellen.

Vorteile:

- IT-Experten von Firma X haben ggf. mehr technisches Know-how als die eigenen Mitarbeiter

- juristische Klarheit - kommt es zum Super-Gau (serverseitiger Datenverlust oder Hack) hat man einen Sündenbock auf den man die Schuld schieben kann

- bessere Skalierbarkeit (man kann "einfach" Kapazitäten dazubuchen wenn mehr benötigt wird)

- planbare Kosten

Nachteile:

- Abhängigkeit von externem Dienstleister (erhöht er die Preise oder streicht Angebote oder ist der Service miserabel muss man das schlucken)

- Kein Internet = Keine IT = Stillstand im Unternehmen

- Performance - die Daten müssen quer durchs Internet

- Datenschutz / mögliche Industriespionage - Der Dienstleister hat theoretisch tiefsten Einblick in die Kunden- und Unternehmensdaten. Hält sich der Dienstleister nicht an die Datenschutzversprechen (oder ist aufgrund des Patriot Act gezwungen) könnten die Daten im Extremfall für Dritte offengelegt werden (NSA oder andere Cyberkriminelle)

- geringere Kontrolle für das wertvollste Gut des Unternehmens (man hat keinen Einfluss auf die Sicherheit der Daten beim Dienstleister und kann nur hoffen)

Kostenstechnisch ist es die Frage was günstiger ist. Auf der einen Seite stehen Kosten für Mitarbeiter, Hardware, Instandhaltung, Energie auf der anderen Seite monatliche Kosten die ggf. recht saftig sein können.

Verlässlichen Datenspeicher (Schutz gegen Hardwaredefekte) kann man auch selber haben ab etwa 1500€. Einfach ein ZFS-basierter Storage-Server mit UPS aufgestellt und eingerichtet. Regelmäßige Backups nicht vergessen und schon ist man gut dabei.

Kommentar von DrErika ,

Ich stimme vollumfänglich zu.

Kommentar von BDavid ,

besser kann man es nicht sagen

Kommentar von AnnaRisma ,

... auch ich bin ganz hingerissen ... ;-)

Kommentar von RatKing ,

Die Lösung klingt ausgezeichnet. Sie würde sich vieleicht noch optimieren lassen, wenn eine Basissicherung und eine monatliche Sicherung auf einem portablen Datenträger (z. Bspl. Bandlaufwerk) ausgelagert würden (z. Bspl. in eine andere Filiale oder ein Bankschließfach). 

Dann wären die Daten auch noch vorhanden wenn Euch die Bude abbrennen sollte...

Du kannst Dich ja auch mal mit dem Großvater-Vater-Sohn Prinzip in der Datensicherung vertraut machen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Datensicherung#Gro.C3.9Fvater-Vater-Sohn

Gruß, RatKing

Antwort
von Clueso90, 11

Hey,

na da hast du aber auch eine Aufgabe bekommen. Würde dir eventuell mal raten, dich mit deinem Chef nochmal zusammen zu setzen und die Anforderungen klar zu definieren bzw. euer Problem genauer einzugrenzen. Wie viele Andere auch schon geschrieben hatten, gibt es mehrere Lösungen dazu. 

Ich selbst würde mich an Agenturen wenden, die das nötige know-how in diesem Bereich haben und euch mal mit denen unterhalten. Ein Anbieter dafür wäre zum Beispiel http://www.your-admins.de/ , mit denen arbeiten wir auch zusammen.

Alternativ stellt ihr wirklich Personal ein, die sich damit auskennen. Müsstest natürlich schauen, was sich mehr rentiert, kann man pauschal nicht sagen. 

Antwort
von Lionella, 49

Hey, ich würde zu einer Cloud-Lösung raten. Am besten einen Cloud-Speicher mit Sitz in Deutschland  wie z.B cleop nehmen. Wenn bei Dir um das Thema Bilddaten sichern geht.

Schau einfach mal rein, vlt. findest Du was passendes:

http://cleop.com/

Viel Erfolg und einen schönen Tag

Gruß

Antwort
von LittleArrow, 13

... unsere Daten bestmöglich schützen. Ich habe ihm einiges vorgeschlagen, aber er meint es reicht nicht.

Da kann ich ihn sehr gut verstehen;-) Da Du leider nicht in der Lage bist, die Problemstellung genauer zu beschreiben, kannst Du auch nicht nach passenden Lösungen suchen. Es fehlt z. B. eine Beschreibung, um welche Daten es sich wo, wie häufig und wann handelt. Jede Problemlösung bedarf einer sog. Ist-Analyse. Überlege Dir bloß mal, was der Begriff Daten alles beinhalten soll, welcher Schutz wogegen gesucht wird und bei welchen Ereignissen auf die Wiederherstellung des Datenbestandes wie schnell reagiert werden soll und muss. Und danach wette ich mit Dir, dass es dennoch Lücken gibt, die man vorher sich so nicht vorstellen konnte.     

Der Tipp mit den externen Leuten ist auch schön und gut, aber auch viel zu generell, insb. mangels jedweder Budgetbegrenzung.

Antwort
von PetraXYX, 56

Ich würde auch zur einer Cloud-Lösung raten, am besten über einen sicheren Server einer IT-Agentur.

Antwort
von sdeluxe64, 23

Faron hat mal wieder eine Super Antwort geliefert. Dein Chef könnte 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen und zwar in dem er sich ne Serverfarm im Keller anschafft das schafft weitere Arbeitsplätze und zu alle dem bietet er selbst noch outsourcing für die Unternehmen entweder im selben Haus(Systemhaus) oder in der näheren Umgebung! ;-)

Antwort
von sotnu, 58

Also zuerst einmal, ich bin keiner von diesen Experten^^

Aber ich würde gerne wissen, was du mit sichern meinst. Meinst du damit vor anderen in Sicherheit bringen, oder vor Datenverlust schützen?

Kommentar von AnnaRisma ,

Trotzdem gute und berechtigte Rückfrage ...

Schon seit Langem schlage ich vor, analog zu den Begrifflichkeiten im Straßenverkehr - wo zwischen aktiver und passiver Sicherheit unterschieden wird - bei der Datensicherheit ebenfalls zu unterscheiden, ob man denn nun den Schutz vor Datenverlust oder vor Datenmissbrauch meint.

Beim Schutz gegen Verlust liegt die Cloud supergut im Rennen ("das Internet vergisst nie ..."), beim Sch. gg. Missbrauch stellt sie hingegen die Laterne dar! Jedes europäische Unternehmen, das gerne Entwicklungsarbeit für asiatische Konkurrenten leisten will, braucht nur die Cloud zu nutzen.

Anscheinend lernen wir das nie ... wer kann sich noch erinnern, als in den Fünfzigern und Sechzigern des vergangenen Jahrhunderts diese "putzigen kleinen Japaner mit ihren Kameras" durch unsere Fabriken geführt wurden. Stolz präsentierten wir ihnen unsere Technologien ... im sicheren Glauben, dass die sowieso zu dämlich sind, das nachzubauen ... Weit gefehlt! Das böse Erwachen lies nicht lange auf sich warten ... Und dann wiederholte sich das Ganze mit der Cloud ... Mann, haben die Asiaten sich gefreut, dass wir ihnen unsere Technologiegeheimnisse einfach so ... auf dem Silbertablet ... Klar, die Cloud ist sicher ... todsicher!

Kommentar von AnnaRisma ,

Tz, tz, tz ... nix mit lesen, lassen war gemeint ... ließ statt lies ...

Kommentar von sotnu ,

Sehe ich auch so, man sollte die 2 Dinge genau unterscheiden, sonst führt das nur zu Missverständnisse.

Naja, also ich kann mich nicht ganz so gut erinnern, da es weiter entfernt von meiner Geburt ist, als ich alt bin :)

Aber ich würde selbst nie Daten, die ich nicht veröffentlichen will, mittels Cloud sichern (da haben wir es schon wieder ;-)). Das ist mir einfach zu unsicher.

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