Frage von sotnu, 61

Nicht mehr Supportetes Windows unmöglich sicher?

Also ich hätte wieder mal eine hypothetische Frage -) Also es geht um Win7 das in ca. 4 Jahren nicht mehr supportet wird.

Angenommen ich habe zu dem Zeitpunkt eine absolut reine Festplatte mit frisch aufgespieltem Win7 drauf. Ich nutzte die Platte nur um Offlinearbeiten zu machen und Videospiele zu spielen.

Also soll heissen, ich muss mich auch mal z.B bei Steam anmelden oder bei einem Onlinegame Internetzugang haben. Ich würde aber weder einen Browser nutzen, Email-Cliente, noch sonst irgendetwas, dass Internet braucht. Also nur die Spiele. Programme würde ich mir von einem anderen PC auf einen USB Stick (oder co.) und dann auf den PC laden.

Meine Frage wäre jetzt, ob man dann immer noch nicht sicher ist ? Also klar, 100% sicher ist man nie, aber im Vergleich zu einem supportetem Windows mit "Free Antivirenschutz", mit dem man einen Browser nutzt ect.

Solche Daten, von Steam, oder von Spieleservern sollten doch sicher sein und ein Angriff darauf ist ja jetzt auch nicht gerade alltägliches Brot. Also warum sollte das in meiner hypothetischen Situation weniger sicher sein ? Davon ausgegangen, diese Programme die ich mir auf den PC lade, sind sauber.

Ich meine, ich bin ja nicht irgend jemand, der Ziel von einem gezielten Hackerangriff werden könnte. Mich könnte eigentlich nur Schadware erreichen, die für die Masse programmiert wurde (also nicht gezielt für mich), und die erreiche ich ja nicht, da ich den Browser nicht nutzten würde (oder Email-Clienten). Also was wäre daran unsicher (und wieso) und wie sicher ist das wirklich im Vergleich zu supporteten Windows' mit Free Antivirenschutz ?

Antwort
von AnnaRisma, 38

Hallo sotnu,

es genügt vollkommen, dass ein Rechner mit einem bekannten Betriebssystem mit dem Internet verbunden ist.

Nur sehr einfach gestrickte Schädlinge sind darauf angewiesen, dass der Anwender eine ".exe" auslösen muss o. ä., um Zugriff auf sein System zu bekommen.

Mach einfach selbst die Probe aufs Exempel: Installiere ein nacktes W7 auf einem W10-fähigen Rechner und verbinde diesen mit dem Internet. Schon kurze Zeit später bietet dir Microsoft - ungefragt und ohne dass du im IN gesurft hättest - Updates auf W10, Updates, die aus W7 ein W10-vergleichbares NSA-Spionagetool machen und/oder das kostenlose Upgrade auf W10 an. Damit ist bewiesen, dass Elemente auf einen Rechner aufspielbar sind, auch wenn man selbst gar nicht surft!

Und was Microsoft kann, können international agierende Cracker schon lange. Nicht die Cracker lernen von MS, sondern MS von den Crackern!

Es bleibt also ganz einfach: Wer wirklich sicher sein will, verbindet wenigstens seinen "Privatsphärenrechner" nicht mit dem Internet.

Kommentar von sotnu ,

Hmm ok, aber dann müsste man wirklich geziehlt "angegriffen" werden, oder nicht ?

Aber wenn dann mal 2020 ist und ich meine Spiele spielen will, die nur auf Windows spielbar sind, bleibt mir nichts anderes übrig, als WIn10 zu installieren, wenn ich die Spiele spielen will ?

Kommentar von AnnaRisma ,

Also mit dem "gezielt angreifen" ist das heutzutage so eine Sache.

Tatsache ist, dass wir alle ununterbrochen überwacht werden. Wem es nun gelingt, sich irgendwie in diese Datenströme einzuklinken, der kann diese z. B. gezielt manipulieren. So könnte jemand, der für einen NSA-Nebenbetrieb arbeitet, die von dir abgefangenen Daten derart manipulieren, dass du plötzlich als ganz schlimmer Finger dastehst ... Glaubst du, irgendjemand macht sich die Mühe, nach entlastenden Indizien zu suchen? Dann glaubst du auch an die Zahnfee ...

Das ist ja das Problem, das durch diese neue Qualität der Überwachung entstanden ist, wahnsinnig viele Informationen, die in unseren Dossiers für alle Ewigkeiten "in Stein gemeißelt" wurden, sind schlicht falsch! Da wir sie aber nie erfahren werden, können wir sie auch nicht berichtigen.

Wenn solche Luschenvereine wie der englische Geheimdienst GCHQ so schlampig arbeiten, dass alle ihre gesammelten Erkenntnisse auch der organisierten Kriminalität zur Verfügung stehen, ist eigentlich eher verwunderlich, dass nicht noch mehr geschieht. Jetzt schon können wir täglich Meldungen wie diese http://www.funkschau.de/telekommunikation/artikel/126081/?cid=NL lesen, künftig sind solche Vorgänge wohl nicht mal mehr eine Meldung wert, weil normal.

2020? Ob Microsoft im Jahr 2020 überhaupt noch die jetzige Stellung hat, ist sowieso fraglich. Und letztlich ist schon jetzt egal, ob du W7 oder W10 benutzt, es sei denn, du hast gezielt die Operationen, die MS auf deinem W7 hinter deinem Rücken vornahm, wieder rückgängig gemacht. Ansonsten ist dein W7 praktisch schon ein W10.

Nein, nochmal in aller Deutlichkeit: Nur ein vom Internet getrennt arbeitender Rechner, ist ein nach normalen Kriterien ein sicherer Rechner. Auch die Benutzung einer fertigen Linux-Distribution schützt nicht - sie mag etwas sicherer sein, aber "etwas sicherer" ist eben auch unsicher!

Man löst die Sache ganz einfach, indem man einen separaten Internetrechner benutzt, auf dem sich keine Angaben zur eigenen Person (be)finden. Dann ist es völlig schnurz, welches Betriebssystem ...

Kommentar von AnnaRisma ,

Hier noch ein Link zu EINEM Artikel über die Update-Manipulationen an W7: http://futurezone.at/produkte/updates-windows-7-und-windows-8-spionieren-jetzt-a...

Nicht nur die in DIESEM Artikel genannten Updates spionieren den Anwender aus, es gibt bei Weitem viiiel mehr. Praktisch ist für den Laien derzeit unmöglich, zu verhindern, dass sein W7 in solcher Art manipuliert wird.

Kommentar von sotnu ,

Hmm ja das stimmt wohl. Aber das kann ich, wie du schon sagst, auch nicht mit einem Linux oder Win10 ect. Wobei ich da doch noch mehr vertrauen in Linux habe, als in Windows.

Und ja, genau deswegen hasse ich diese Windowsupdates, da die nie wirklich beschrieben sind. Wahrscheinlich genau aus diesem Grund. Ich kann eigentlich nicht wissen, ob diese "Sicherheitsupdates" wirklich meiner Sicherheit dient, oder doch was ganz anderem... Darum installiere ich eben nur Sicherheitsupdates, um möglichst wenig Schrott rauf zu laden (aber eben...).

Aber was ich mit der Frage eigentlich fragen wollte, ist, ob so ein unsupportetes System dann gleich alle möglichen Schadware drauf haben wird (ich meine solche, wie z.B keylogger, solche die Datenverlust hervorrufen, solche die das System verlangsamen, solche die Werbung auf popen lassen, solche die Hardwareschaden verursachen ect.). Das andere kann man doch eh nicht verhindern.

Das man nicht zu 100% sicher ist, kann ich ja sowieso nicht ändern, wenn ich für manche spiele Steam nutzen muss (was Internetverbindung benötigt).

Und danke für die Verlinkungen. Ich habe gleich mal nachgeschaut, aber ich habe keines der Updates Installiert. Wie du aber schon gesagt hast, gibt es bestimmt mehr und ich werde nie wirklich wissen, ob eines davon doch ungewünschtes anstellt.

Darum werde ich bei meinem nächsten PC bzw. der nächsten Festplatte/SSD den/die ich kaufe gleich mehre Platten kaufen und eine nur offline benutzen (und das andere von der letzten Frage noch umsetzen, damit es auch was nützt).

Antwort
von Prity1995, 11

Sicher bist du selbst ohne Internet nicht völlig. Du kannst dir auch einen Schädling einhandeln wenn du ne DVD/CD kaufst und was installierst. Da muss man nichtmal selber was aus dem Netz laden....

Kommentar von sotnu ,

Ich habe ja in der Frage absichtlich geschrieben, wie sicher man im vergleich zu einem Supportetem Windows mit free Antivirus ist.

Es ging nie darum, ob ich nicht absolut sicher sein kann, sondern wie sicher.

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