Frage von sotnu, 33

Netzteil ziemlich Laut, kann man normale Gehäsuelüfter für einen Austausch nehmen?

Also ich habe dieses Netzteil: 800W EVEREST 85PLUS 800

Mir ist aufgefallen, dass es ziemlich laut ist (seitdem ich sonst andere Lüfter im Gehäuse habe). Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, ob es wirklich vom Lüfter kommt. Es hört sich für mich nach einer Art brummen an. So als ob der Lüfter nicht abgekoppelt ist.

Naja auf jeden Fall wollte ich fragen, ob man bei Netzteilen einfach ein normaler Gehäuselüfter in der richtigen Grösse rein machen kann. Geht das ? Alle anderen Lüfter sind nämlich ziemlich leise und dieser stört das ganze.

Antwort
von FaronWeissAlles, 19

Ja...

Als ich mein altes, defektes bequiet Straight Power auseinandergebaut hatte steckte da ein handelsüblicher 2-Pin 120mm Lüfter drin. Man hätte also problemlos einen anderen einbauen können, selbst Rahmen und Bohrlöcher waren Standard. Was mich auch nicht wundert, da kann man überschüssige Lüfter mit nem Sticker versehen und im Einzelhandel verkaufen (oder andersrum). Macht ja auch bequiet mit seinen Netzteilen, da stecken Silent Wings in den Straight und Dark-Power drin.

Allerdings hatte das Ding keinen Stecker oder der war festgeklebt (weiß ich nicht mehr). Man hätte also beim neuen Lüfter den Stecker abknipsen, die Leitung freilegen und dann verbinden/abisolieren müssen.

Das Öffnen von Netzteilen sollte man aber unterlassen. Damit sollte sich dann das Thema Gewährleistung/Garantie erledigt haben und falls der Chinaböller hochgeht und jemand erfährt dass dran rumgebastelt wurde macht man es der Versicherung nur unnötig leicht sich rauszureden.

Und bevor die Frage aufkommt: Bei dem Lüfter fehlte die dritte (gelbe) Leitung die Rückmeldung über die Umdrehungsgeschwindigkeit liefert ("Tacho"-Ader). Wäre bei dem Netzteil auch nicht nötig da es selbst keine Logik hat die das auswertet und niemandem Bericht erstattet. Bei den Corsair i-Modellen (die die Corsair Link haben) wird bestimmt ein 3 oder 4 Pin Lüfter verwendet

Kommentar von sotnu ,

Ist dieses Netzteil denn so schlecht ^^ ?

Aber dann lasse ich es mal vorerst.

Antwort
von AnnaRisma, 13

Grüezi sotnu,

In der Welt der Werbung gibt es riesige Lautstärkeunterschiede zwischen verschiedenen Lüftern.

In der realen Welt auch, doch da lassen sie sich fast immer auf die jeweiligen Drehzahlen zurückführen! Wer langsamer dreht, macht weniger Lärm ... und fördert natürlich auch weniger Luft!

Moderne, hocheffektive PC-Netzteile (Stichwort "80 PLUS") benötigen schnell drehende Lüfter erst bei höherer Belastung. Hersteller verbauen somit quasi immer irgendeine Lüftersteuerung die dafür sorgt, dass der Lüfter nicht (viel) mehr Krach macht als im jeweiligen Belastungsfall nötig.

Die verbauten Lüfter sind fast immer "ganz normale (Gehäuse)Lüfter", es gibt jedoch durchaus auch Ausnahmen.

Wichtig bei einem Tausch zu einem "leiseren" Lüfter ist somit, dass seine technischen Eigenschaften zum Netzteil passen - auf Schwizerdütsch gesagt: Der Lüfter muss in jeder Betriebssituation für ausreichend "Kühlung" sorgen! Und "Kühlung" steht mal wieder in Gänsefüßchen weil Lüfter nicht wirklich "kühlen", sondern nur warme Luft wegblasen und somit dafür sorgen, dass kühlere nachströmen kann - oder umgekehrt ... sie blasen kühlere Luft auf einen erwärmten Körper ... das funktioniert jedoch nur dann effektiv, wenn die nach wie vor warme Luft auch sofort entweichen kann, ansonsten verteilen Lüfter die warme Luft nur (im Gehäuse).

Und weil der Laie im Zweifel die technischen Daten eines bestimmten Lüftermodells gar nicht kennt, ist ihm i. d. R. von einem Tausch des NT-Lüfters abzuraten. Wenn er Pech hat, erwischt er ein "schön leises" Modell, das aber leider nicht genug erwärmte Luft aus dem NT fördert ... dann kann er sich an den lustigen blauen Rauchwölkchen erfreuen und bei sehr viel Pech noch am selben Tag eine neue Wohnung suchen ...

Ohnehin hat ein Laie in einem PC-Netzteil nix verloren. Die Dinger wurden zwar im Lauf der Zeit immer sicherer, trotzdem kann theoretisch auch heute noch - wie bei älteren Modellen - selbst lange Zeit nach dem Ausschalten noch gefährlich hohe Spannung an den Siebelkos anliegen ... soll heißen: Das kann lebensgefährlich werden!

Langes Geschreibsel, kurzer Sinn: Kauf dir ein leises Netzteil ... quasi jeder NT-Test berücksichtigt heutzutage die Lärmentwicklung unter verschiedenen Lastzuständen. Meine persönliche Erfahrung zeigt, dass selbst die preiswerten Modelle der Marken"hersteller" leise genug arbeiten.

Und "Hersteller" steht in "" weil kaum einer der uns bekannten Firmen ihre Produkte tatsächlich selbst baut, selbst die oft gelobten "be quiet!"-Modelle der Listan GmbH & Co. KG werden in Wirklichkeit von anderen Netzteilbauern gefertigt. http://www.tomshardware.de/netzteil-oem-hersteller,testberichte-240604.html

Kommentar von sotnu ,

Danke für die Antwort.

Hmm, ich habe mir ehrlich gesagt noch garkeine Gedanken über die Drehzahl gemacht. Ich glaube dann geht das bei meinem Lüfter sowieso nicht, da der nämlich die extra Powervariante war (war billiger und ich regle die Gehäsuelüfter ja sowieso selbst). Dann wäre es wahrscheinlich noch lauter.

Naja egal, wenn ich ein Spiel spiele, höre ich es nicht, nur sonst.

Aber ein neues Netzteil zu kaufen, ist mir dann doch zu kostenaufwendig. So laut ist es ja nicht, vor dem Lüfterwechseln am Gehäuse, habe ich es ja nie bemerkt.

Das nicht alle wirklich selbst ihre Netzteile herstellen habe ich mir schon gedacht, aber das sie nicht mal die Netzteile entwerfen (also nicht nur das Aussendesing), hätte ich also doch nicht gedacht.

Kommentar von AnnaRisma ,

Da ich ja bekanntlich gar keine wahrnehmbaren Geräusche von Computern dulde (es sei denn, sie sind gewollt ... akustische Signale ... Musik ... etc.), mache ich mir schon seit Jahren viele Gedanken über Lüfter (ohne sie komme ich bisher leider nur selten aus - bei [Hoch]Leistungsrechnern geht es nicht ohne).

Schön verdeutlicht das Lüfterangebot der Firma "Scythe" den Zusammenhang zwischen Drehzahl und Geräusch/Luftfördermenge. Die bieten nämlich viele ihrer Modelle in unterschiedlichen "Drehzahlklassen" an, gut hier zu sehen: http://www.scythe-eu.com/produkte/luefter/slip-stream-120.html

Dort wird ein Modell - nämlich "Slipstream 120 mm" in fünf verschiedenen Drehzahlabstufungen gezeigt: 500, 800, 1200, 1600 und 1900 U/min. Darunter werden die "Lärm"werte für die Modelle aufgeführt ... man erkennt gut, ein und der"selbe" Lüfter, einmal mit 500 U/min entwickelt 7,5 dB(A) und mit 1900 U/min 37 dB(A) !

Das ist umso erschreckender, wenn man weiß, dass es sich bei der Angabe "dB" um eine logarithmische Größe handelt ... im Fall des Schalldrucks bedeuten 6 dB mehr eine Verdoppelung! Das heißt, der Lüfter mit 1900 U/min ist rund 30 mal lauter als der mit 500 U/min, fördert jedoch nur viereinhalbmal soviel Luft.

Alle ansonsten identischen Modelle unterscheiden sich nur in der Drehzahl (und somit eben auch in der Lautheit und bei der Fördermenge). Sie werden nicht extra "geregelt", alle laufen mit 12 Volt. Man muss also das Modell heraussuchen, welches den Anforderungen genügt ... zur Kühlung einer CPU wird die 500 U/min-Variante im Normalfall nicht genügen. Aber vielleicht die 800 U/min-Ausführung, dann wäre ein 1200er schon zu schnell und unnötig zu laut (allerdings wird man heute in der Praxis stets einen PWM-Lüfter verwenden).

Hier noch ein Link zum Theme Schalldruck und Dezibel: https://de.wikipedia.org/wiki/Bel\_%28Einheit%29#Dezibel\_und\_Neper.2C\_histori...

Antwort
von kiv09, 20

Eigentlich sollte es funktionieren mit einer normalen Gehäuselüfter, aber man muss auf der richtigen Seite einbauen und auf die Grösse schauen.

Antwort
von unlocker, 6

passende Größe, und schau wenn es zu dem verbauten Daten gibt (m³/h), dass der neue halbwegs die gleichen Daten hat

Kommentar von sotnu ,

Hat sich mittlerweile auch erledigt. Meine Lüfter sind dann wahrscheinlich noch lauter, da ich sie nciht selbst regeln kann.

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