Frage von ThomasAlbrecht, 9

Ich habe ein Wiederherstellungsprogramm namens Cardrecovery.com heruntergeladen, um meine Bilder wiederherzustellen. Sind solche Programme sicher?

Nun würde ich gerne fragen, ob solche Programme womöglich eine Gefahr für die Datensicherheit sind, also ob sie theoretisch Zugang zu meinen Bildern auf der SD Karte oder gar auf dem ganzen Computer haben. Auf meine Frage hin hat der Anbieter des Programms geantwortet, dass es ein stand alone Programm ist und deshalb weder Daten auf ihren Internet Servers geladen werden, noch von diesen Internet Servers an mich geschickt werden. Ich habe während der Datenwiederherstellung meine Internetverbindung abgebrochen, dieser Vorgang fand also offline statt. Ich war offline bis zum Zeitpunkt als ich die Software vom Computer deinstalliert habe. Zudem habe ich diese Seite in verschiedenen Virus-Check-Seiten auf Malware und anderen Bedrohungen prüfen lassen, keine von ihnen hat eine Bedrohung gefunden, die Seite wurde also als sicher gewertet. Besteht aber dennoch eine mögliche Gefahr ausgehend von solchen Programmen? Vielen Dank für Ihre Antwort!

Antwort
von AnnaRisma, 6

Grundsätzlich vermag jede Software, Daten zu sammeln/zu bündeln und bereitzustellen - wenn der Designer/Softwareentwickler das vorsieht. In deinem Fall sehe ich aber kaum ein Gefahrenpotenzial.

Hauptsächlich werden Rechner im stinknormalen Betrieb ausgespäht, Microsoft wurde verpflichtet, eigens dafür Hintertürchen in Windows einzubauen. Das funktioniert aber nur bei bestehender Internetverbindung. Wenn also Bilder auf einem, mit dem Internet verbundenen PC lagern, besteht JEDERZEIT die Möglichkeit, diese auszuspähen - unabhängig von zusätzlichen Programmen, die allerdings derjenige benötigt, dem der Zugang über die absichtlich eingebauten Wege fehlt.

Wenn aber eine Datenrettung auf einem, vom Internet GETRENNTEN Computer durchgeführt wird und die geretteten Daten danach auf einer externen Festplatte (oder auf DVDs etc.) aufbewahrt werden, wurde alles nach menschlichem Ermessen getan, um einen Zugriff Dritter zu verunmöglichen.

Vom abwechselnden Betrieb EINES Rechners, mal mit, mal ohne IN-Verbindung, halte ich persönlich nichts und in der heutigen Zeit, wo wir ja eine PC-Schwemme erleben, ist das auch gar nicht nötig. Viele Anwender hegen allerdings noch althergebrachte Vorstellungen vom Mehrcomputerbetrieb ... Selbstverständlich benötigt man nicht ZWEI Monitore, ZWEI Tastaturen und ZWEI Mäuse um ZWEI Rechner zu betreiben, sonern nur einen KVM-Switch für ein paar Euro.

Gehe ich mit einem Riesenplakat auf die Straße, auf dem ich meine religiöse Überzeugung und meine sexuelle Orientierung darstelle und versuche es dann notdürftig abzudecken, damit es keiner lesen kann? Pudere ich mich mit dem Klammerbeutel?

Nein, ein solches Plakat fertige ich erst gar nicht an und mit Dingen, die andere nichts angehen, gehe ich nicht ins Internet! Ich packe sie auch nicht auf einen Rechner, der auch nur gelegentlich mit dem Internet verbunden wird. Auch wenn wir das in diesem Land DERZEIT könnten (war nicht immer so und bleibt vielleicht auch nicht so). Drei Viertel der Menschheit leben jedoch in staatlichen Systemen, in denen es ungünstig sein kann, z. B. seine demokratische Gesinnung darzustellen - es sei denn, man steht auf Stromschläge und Schlafentzug ...

Kommentar von NerdyByNature ,

Ich lese Deine Beiträge gerne und finde Deine Vergleiche einfach umwerfend gut :D

Habe nur eine kleine Programmempfehlung für Wiederherstellung. Ich nutze das Programm sehr sehr gerne... Heißt recuva und gibt es hier: http://www.piriform.com/recuva

Kommentar von AnnaRisma ,

Andererseits: Wenn man derlei Programme benötigt, hat man zuvor etwas falsch gemacht, respektive, ist etwas mächtig schiefgelaufen ... ;-(

Aber natürlich hast du recht, Recuva stellt so manches Bezahlprogramm in den Schatten.

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