Frage von Hatchowze1985, 2

Härtere Starfen für "Hacker"?

Hacker sind ja wie die "Plage". Müsste es mehr Strafen in DE für Hacker geben und wenn ja, wie sollten diese ausfallen?

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Antwort
von FaronWeissAlles, 1

Wie Anna schon gesagt hat sind "Hacker" eigentlich die guten und die Strafen mehr als ausreichend.

Gegen politisch oder wirtschaftlich motivierte Cyberkriminelle die im großen Stil Daten abgreifen, Industriespionage begehen und Angriffe gegen Regirerungen und dessen Netze fahren kann man wenig tun, da sie entweder durch andere Regierungen unterstützt werden und/oder einfach professionell vorgehen und ihre Spuren gut verwischen, sodass man sie juristisch und polizeilich nicht festnageln kann.

Aber die meinst du wahrscheinlich nicht, hier gehts sicher um diejenigen die "Facebook-Accounts und Computer von Privatpersonen hacken", wie sich viele DAUs gerne beschweren ohne selbst eine Ahnung zu haben wann man wirklich "gehäckt" ist bzw. was das eigentlich bedeutet. Das sind eher Scriptkiddies und Kleinkriminelle die irgendwo heruntergeladene Viren-Kits weiterverteilen - wenn überhaupt. Hier würde es schon helfen wenn nicht jeder User gleich auf jedes blinkende Fenster klicken würde.

Cyberkriminelle auffinden und rechtskräftig verurteilen ist schwer und aufwändig und oftmals gar unmöglich. Die bessere Strategie wäre die Arbeit der Hacker (das Aufspüren möglicher Sicherheitslücken) nutzen um die eigene Verteidigung zu verbessern. Leider ist das Gegenteil der Fall. Sicherheitslinien werden zum Zwecke der staatlichen Überwachung durchlöchert und Daten wie verrückt gesammelt. Und obwohl jeder anerkannte Sicherheitsexperte davor warnt werden einige Schlaumeier aus Bayern und Großbrittanien nicht müde das zu fordern wo man sich fragen muss wer eigentlich dümmer ist - die Gewählten oder deren Wähler

Antwort
von AnnaRisma, 1

Hallo Hatchowze,

Mmh ... vielleicht Körperteile abtrennen ... oder kastrieren?

Was genau verstehst du denn unter einem "Hacker"?

Sind die Macher dieses Heftleins http://www.heise.de/imgs/18/9/8/4/3/9/3/cover_hacks_01_13-265f1403f5fb64c0.png Hacker? Nein? Genau das ist aber die ursprüngliche Bedeutung des Worts.  Von Wau Holland stammt die Formulierung: "Ein Hacker ist jemand, der versucht einen Weg zu finden, wie man mit einer Kaffeemaschine Toast zubereiten kann". Also ein Tüftler, der einen Riesenspaß daran hat, sich seine (Technik)Welt so zu gestalten, wie ER will - und nicht wie sie uns die, jede Kreativität tötende, globalisierte Konsumwelt vorgibt!

Warum willst du den bestrafen?

Oder du meinst eher einen "Cracker", einen, der mit bösen Absichten in fremde Rechnersysteme eindringt, also einen Black-Hat-Hacker? Nun, dann musst du mir zunächst erklären, wie du juristisch an diese Dreckschleimer herankommen willst. Das Gesindel handelt doch überwiegend in staatlichem Auftrag!

Okay, bliebe noch ein kleiner Rest "klassischer" Krimineller (schon schwer, heutzutage da die Grenze zu ziehen) ... und die sollen es jetzt abkriegen? Nicht, dass du mich gänzlich missverstehst, ich bin stur der Meinung, dass keiner das Recht hat, in die Privatsphäre eines anderen einzudringen! Nur was machen wir dann mit Google, Facebook und Konsorten? Die geben sogar zu, dass sie das tun, dass das Teil ihres Geschäftskonzepts ist.

Microsoft selbst liefert ein Betriebssystem aus, das bereits die nötigen Hintertüren eingebaut hat und verlangt dann noch eine - nach deutschem Recht eindeutig illegale - Aktivierung. Ich habe noch nichts davon gehört, dass ein deutscher Staatsanwalt deshalb tätig geworden wäre ...

Also, wo fangen wir an? Die Großkonzerne verdienen mit den abgeschöpften Informationen Milliarden, ein "kleiner" Cracker vielleicht 1250 Euro - okay, 1250 zu viel, eindeutig, keine Frage ...

Es bestehen doch Gesetze, die Bestrafung von Internetkriminellen ist klar vorgesehen. Die Gesetze schießen sogar schon weit übers Ziel hinaus. Die momentane Rechtslage ist nämlich - übertragen auf ein Küchenmesser - dass du für den Erwerb eines Küchenmessers bestraft werden kannst. Ja, richtig gelesen, laut § 202c StGB kann nämlich jemand mit einem Jahr Knast beglückt werden, der sich ein Programm besorgt, um seine eigene Computersicherheit zu prüfen. Willst du das verschärfen? Sollen zwei Jahr Zuchthaus möglich sein? Oder doch besser Peitschenhiebe?

In den USA z. B. gibt es sogar die Todesstrafe - UND JETZT VERGLEICHE MAL DIE KRIMINALITÄTSSTATISTIKEN. Es ist einer der ganz großen Irrtümer der Ewiggestrigen, dass schärfere Gesetze ... (genau lesen, den Satz! Ich habe dich nicht als "Ewiggestrigen" bezeichnet und würde so etwas auch nie tun!).

Kommentar von FaronWeissAlles ,

Ja, richtig gelesen, laut § 202c StGB kann nämlich jemand mit einem Jahr Knast beglückt werden, der sich ein Programm besorgt, um seine eigene Computersicherheit zu prüfen.

Das stimmt so nicht ganz. §202a und §202b beziehen sich auf unbefugten Zugriff, demzufolge ist das in §202c (1) erwähnte "Vorbereiten einer Straftat" nicht erfüllt, wenn man sich solche Computerprogramme für einen Einbruch auf das eigene System besorgt und ausschließlich dafür verwendet.

Zumindest ist das die juristische Theorie. In der Praxis verkeilt sich Otto-Normal-Horst natürlich sofort in der Terrorverdacht-Schublade der NSA, Zweigstelle BND. Denn unschuldige Bürger machen sowas nicht. Unschuldige Bürger verwenden auch keine Verschlüsselung, weil sie ja nichts zu verbergen haben

Microsoft selbst liefert ein Betriebssystem aus, das bereits die nötigen Hintertüren eingebaut hat und verlangt dann noch eine - nach deutschem Recht eindeutig illegale - Aktivierung.

BitLocker hat eine bekannte Hintertür, die die Verschlüsselung komplett aushebeln kann und die Zertifikatverwaltung von Windows hat auch ein nennen wir´s "hintertüriges Auto-Update". Aber dass die Aktivierung von Windows gegen deutsches Recht verstößt ist mir jetzt neu. Kannst du das belegen / erörtern?

Kommentar von AnnaRisma ,

Ach, oh weh, der 202c ... Es ist richtig, normale, "gesunde" Menschen würden herauslesen, dass die Verwendung eines Analysetools nur dann strafbar ist, wenn es zum Zwecke der Begehung einer Straftat, bla bla, genutzt wird. "GESUNDE" Menschen! Leider gibt es daneben auch Lehrer, Volkswirtschaftler und Juristen, und letztere (gegen die ich eigentlich gar nicht sooo viel habe ...), lesen das eben anders!

Wortwörtlich gelesen, geht es eben nicht darum, ob oder dass DER ANWENDER eine Straftat begehen will oder nicht, sondern ausschließlich darum, ob das verwendete Computerprogramm seinem Zweck nach dazu dient. Steht tatsächlich dort so drin.

Das sprengt den Rahmen des gesunden Menschenverstands, denn wann dient denn ein Küchenmesser dazu, eine Straftat zu begehen? Solch verwaschene Formulierung braucht man doch sonst im richtigen Leben auch nicht, dort kommt es einzig und allein drauf an, dass ich meine Frau mit dem Messer ersteche, basta! Welche Eigenschaften das Messer besitzt, ist doch völlig unerheblich - also was soll der Quatsch?

Dass selbst Richter/Staatsanwälte den Paragrafen eher so verstehen, dass eben beim Anwender die Absicht einer Straftat nach bla bla vorliegen muss, zeigt z. B. dass die Selbstanzeige M. Kuberts eingestellt wurde, leider immer noch nicht eindeutig!

Noch komplizierter, die Sache mit dem Aktivierungszwang von Windows ... Microsoft stellt sich ja eigentlich vor, dass alle Eigentums UND Besitzrechte bei MS verbleiben und der Anwender lediglich ein Nutzungsrecht an ihrem Betriebssystem erwirbt. Das ist aber nach deutschem Recht nicht vorgesehen, weshalb das berühmte BGH-Urteil ja auch klarstellte, dass man "gebrauchte" Software in Deutschland weiterverkaufen darf. Hierzulande geht eben doch irgendein Teil der Sache in den Besitz des Anwenders über. Und Besitz bedeutet nun mal alleinige, uneingeschränkte Verfügungsgewalt, auch wenn ein anderer Eigentümer ist (siehe z. B. die Rechtslage bei einer Mietwohnung!).

Da diese Verfügungsgewalt jedoch seitens MS auf verschiedene Weise durch den Aktivierungszwang eingeschränkt wird, ist diese Zwangsaktivierung hierzulande rechtswidrig.

Ein Beispiel, damit das deutlich wird: Du bist schon fast vorbei an dem 40-Tonner, als ein Blick in den Rückspiegel klar macht, dass der von hinten herannahende "Tiefflieger" bei dieser Witterung wohl kaum mehr seinen Flug vor deiner hinteren Stoßstange beenden können wird. Also entschließt du dich, das Gaspedal beherzt durchzutreten, um das mit dem zu erwartenden Unfall auftretende Blutvergießen zu verhindern (du magst kein Blut auf dem Autositz ...). Doch statt des erwarteten Sprungs nach vorn, erscheint im Display des Armaturenbretts lediglich die Anzeige: "Da Sie nicht aktiviert haben ...", und der Motor geht aus.

Ein drastisches Beispiel, das zeigt, dass die alleinige Verfügungsgewalt über eine Sache sogar über Leben und Tod entscheiden kann - ganz so drastisch verhält es sich beim BS nicht, prinzipiell ist aber durch verschiedene Auswirkungen des Aktivierungszwangs die alleinige Verfügungsgewalt nicht gegeben, als da wären:

- Ein Betriebssystem ist ein Computerprogramm und es kann somit in verschiedenen Anwendungsfällen nötig sein, es immer wieder erneut vollumfänglich zu installieren (... schreibt z. B. jemand ein Buch über das Verhalten von Windows, kann das mehrmals am Tag nötig sein - sicher kann er dazu True Image verwenden, aber das darf man ihm nicht vorschreiben. Es muss auch ohne Zusatzprogramme gehen). Das ist aber incl. Aktivierung (und erst danach betreibe ich Windows - laut Dingens of Terms oder so - wirklich legal. Microsoft verbietet sogar explizit diese Art der Verwendung des BS - also immer wieder aufsetzen und nie aktivieren) ohne Internetzugang oder Telefonanschluss gar nicht möglich, muss aber!.

- Immer wieder hört man von Fällen, wo einem Anwender nach mehreren dutzend Aktivierungen weitere verweigert werden.

- MS ist prinzipiell in der Lage, Aktivierungen zurückzunehmen.

- Auch Fälle, in denen bei einer Neuinstallation eine Neuaktivierung verweigert wird, treten immer wieder auf - ich war selbst Betroffener bei einer via eBay erworbenen Lizenz. Die Erstaktivierung klappte telefonisch, eine Zweitaktivierung nach Systemneuinstallation wurde mir verweigert. Zum Glück erhielt ich vom eBay-Händler eine neue SN, keine Ahnung, wie eine Klage ausgegangen wäre (und GEGEN WEN sollte ich denn klagen?).

Mit dem Aktivierungszwang wird nur der Anwender gegängelt - die Softwaremafia hat dafür nicht einmal ein müdes Lächeln übrig. Hintergrund ist vermutlich, dass MS hofft, dass ihnen möglichst viele Anwender weltweit auf diesem Weg nutzbare Daten zukommen lassen - und die sind Gold wert!

Das ist aber nur ein Weg, sich der Tatsache zu nähern, dass der Aktivierungszwang hierzulande rechtswidrig ist. Weitere würden denn doch den Rahmen hier sprengen (es gibt ja schon einige Besinnungsaufsätze zu diesem Thema ...). Stichworte sind u. a.: Eigentumsvorbehalt, Vertragsrecht (z. B. Werkvertrag ...) usw., usf.

Antwort
von kleinerapfel, 2

Härtere Strafen braucht es da sicher nicht, dazu fallen echte Hacker eher nicht auf. Das was sich heutzutage Hacker nennt, sind Leute die mit diversen Tools ihr Unwesen treiben, oder Hackerdienstleistungen einfach für sich einkaufen. Ein weiterer Punkt ist der, das viele dieser Hacker aus dem Ausland arbeiten, oder mit falschen IP Adressen, um nicht verfolgt werden zu können.

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