Frage von msdos211, 45

Gdata erkennt einen Virus, Malwarebytes aber nicht?

Hallo, beim routinemäßigen Scan über die Festplatte hat mir Gdata Antivirus gemeldet: "Subject (Spam) Rechnung Nr .... Online-Auktion 1425 vom 7.3.2016 B8[From: Vinzenz - UMC Energy Corp] ... .zip (application)=> (Active Mime) ... Trojan.doc.downloader.KA ... ". Leider scheitert Gdata dann beim Desinfizieren. Beim verschieben in die Quarantäne wird mir zwar "Aktion ausgeführt" angezeigt, aber wenn ich dann im Gdata-Hauptprogramm nachschaue, gibt es keine Einträge unter "Quarantäne". Was noch auffällt: eine solche Mail mit dem o. g. Text ("from vinzenz..." oder unter dem Datum 7.3.16 finde ich überhaupt nicht unter Outlook. Und wenn ich mit Malwarebytes den Order scanne, meldet der auch keine Funde. Kann das eine Fehlalarm von Gdata-Antivirus sein? Und wie sollte man weiter vorgehen? Für Tipps: danke im Voraus!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von AnnaRisma, 35

Hallo msdos,

wenn ich richtig verstehe, betreibst du das G Data Kaufprogramm ... und somit lautet meine Empfehlung: bei G Data nachfragen! Die können am ehesten ...

Ansonsten ist aber völlig normal, dass ein Antischädlingsprogramm etwas moniert, das ein anderes unbehelligt lässt.

Das hängt einfach mit der Frage zusammen: Was ist ein Virus (oder ein anderer Computerschädling)?

An die Beantwortung dieser Frage kann man aus unterschiedlichen Perspektiven herangehen. Zum einen kann man versuchen, die Art und Weise zu beschreiben, nach der diese "Programme" gestrickt sind, eine andere Möglichkeit wäre, von der Wirkung auszugehen und somit auch ein Programm, das ursprünglich gar nicht als Schädling entworfen wurde, dennoch als solchen einzustufen.

Letztlich erfüllt Windows selbst alle Kriterien, die einen Computerschädling beschreiben ... es späht den Nutzer aus, sammelt Daten, veranstaltet eigenmächtige Aktionen, stellt sich rechtemäßig über den Anwender, telefoniert ständig nach Hause, verschickt Daten an allerlei dunkles Gesocks und, und, und ...

Nun wäre es wenig zweckmäßig, wenn ein Antischädlingstool bei jedem PC-Start "Schädling gefunden ... Windows 8.1 ..." melden täte. Also muss man eine Linie finden, jenseits derer ein Element wirklich als Schädling gemeldet wird. Und das ist Interpretationssache!

Warum das konkret angesprochene Element in deinem Fall gar nicht mehr gefunden werden kann ... nun. dafür gibt es einige Erklärungsansätze. Grundsätzlich "finden" sich auf jedem Rechner tausende (wenn nicht gar Millionen) Elemente, die je nach Sichtweise "vorhanden" oder "nicht vorhanden" sind. Extremes Beispiel ist die zur Neuinstallation des Betriebssystems nicht geschredderte Festplatte (also Inhalt nicht geschreddert ... ;-). Auf dieser "finden" sich je nach Überschreibungsgrad alle/viele/einige Elemente aus ihrem "früheren Leben", das Betriebssystem "sieht" sie aber nicht, obwohl sie noch vorhanden sind, aber eben "ausgeblendet" werden.

Oder "gelöschte" Elemente, also solche, die auch aus dem Papierkorb gelöscht wurden. Auch diese liegen noch eine ganze Weile völlig unbehelligt auf der Platte, bis sie irgendwann zufällig überschrieben werden. Oder ...

Außerdem benutzen viele Anwender keinen "richtigen" Dateimanager, sondern verlassen sich auf den Windows-Explorer - und das womöglich noch im Auslieferungszustand ... dann darf man sich über gar nix wundern!

Antwort
von msdos211, 23

@AnnaRisma: besten Dank für die ausführliche Antwort und die Tipps!

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