Frage von sotnu, 11

Frage zum übertakten von CPU und Grafikkarte bzw. GPU?

Ich hätte ein paar Fragen, da ich in naher Zukunft vor habe, die beiden zu übertakten.

1. Frage: Wenn man übertaktet, muss man dass denn bei jedem Kern machen, bzw. kann man das bei jedem Kern machen, oder wird da automatisch jeder Kern angepasst ? Und könnte es unter Umständen sein, dass man, bei z.B 4 kernen, minimal unterschiedliche Taktraten haben muss, damit es stabil ist ? Oder sollte man auf jeden Fall alle genau gleich haben?

2. Frage: Die CPU läuft ja nicht immer mit vollem Takt, nur wenn eben was passiert. Wenn ich jetzt aber übertakte, läuft die dann immer auf dem übertakteten Wert ?

3. Frage: Ich habe den i5 760 (1156 Sockel) und im momment nur den Standartlüfter. Welchen könntet ihr mir Empehlen ? Wichtig (absolut wichtig) ist, das er leise ist und er sollte die 35 Euro Grenze nicht überschreiten. Ich kenne nur den Alpenföhn von Brocen Eco (oder wie die Marke genau ausgeschrieben wird). Von dem höhrt man nur gutes, ansonsten kenne ich keine.

4. Frage: Solche lüfter, wie sollte man die am bestenn installieren ? Manche kann man ja drehen wie man will, also so dass die luft oben raus bläst oder so das sie hinten oben raus bläst. Also wie sollte man den am besten drehen ?

Denn wenn ich ihn nach hinten oben blasen lasse, ist der lüfter oben ja eigentlich nutzlos, denn der luftstrom wird ja gestört. Wenn ich ihn aber gegen oben blasen lasse, saugt er die schon erwärmte luft von der Grafikkarte ein und der lüfter hinten oben sollte auch nicht mehr effektiv sein. Also ich würde ihn hinten oben raus blasen lassen, und ihr ?

5. Frage: Werden bei solchen Lüftern die nicht aufs Mainboard blasen, sondern hinten oben / oben raus blasen, die umliegenden Teile dann üerhaupt genug gekühlt ?

Das wären mal die Fragen gewesen :-)

Antwort
von AnnaRisma, 11

Ah, ein (fast) neuer "sotnu-Fragekatalog" ...

Sei gegrüßt,

CPUs werden nicht wirklich mit 3 GHz oder gar noch mehr getaktet ... das heißt irgendwie schon, aber ...

Grundsätzlich erzeugen die Taktgeneratoren in unseren PCs Frequenzen um 100, 200 MHz und die werden dann multipliziert. Klar, de facto ergeben sich somit z. B. 3 GHz, aber 100 MHz sind schon schwer zu "handlen", da Signale mit solch hohen Frequenzen kaum auf irgendwelchen Leiterbahnen zu halten sind ... gewöhnlich "fliegen" die frei durch den Raum und schon nach ein paar Zentimeter Leiterbahn schwingt alles nur noch unkontrolliert ... http://www.target3001.de/target/deutsch/help/12_3_14.htm (nur so als Beiwerk, damit du nicht denkst, ich sauge mir das alles aus den Fingern ...).

3 GHz wären schlicht nicht zu bändigen, also benutzt der IT-Techniker den Trick mit dem Multiplikator.

Nun zur Praxis: Übertakten heißt, entweder den Grundtakt erhöhen - also die 100 oder 200 MHz - oder den Multiplikator. Dass dies bei irgendwelchen CPUs pro Kern möglich wäre, ist mir nicht bekannt.

Von den CPU-Herstellern zum Übertakten vorgesehene Prozessoren (oft erkennbar am angehängten "K" in der Bezeichnung) werden i. d. R. durch Erhöhen des Multiplikators übertaktet, klassisch übertaktet man durch das Anheben des Grundtakts.

Wenn alles funzt, bleibt auch die "Regelung" des Takts - abhängig von der Belastung - bestehen, nur eben dann auf höherem Niveau.

Was den Kühler anlangt ... Ein einfacher, preiswerter Towerkühler bei ansonsten klug durchdachtem Kühlkonzept, bringt mehr als der teuerste Bolide in einem System aus sinnlos kontraproduktiv arbeitenden Lüftern ...

Die klassische Lösung: "Kalte" Raumluft vorne unten rein ins Gehäuse und (erwärmt) hinten oben wieder raus, alle Lüfter so positioniert, dass sich ein gerichteter Luftstrom ergibt (und bitte frag mich jetzt nicht, wie die hinten halbunten positionierte Grafikkarte mit ihren 500 Watt in dieses Konzept passen soll - ICH WEIß ES NICHT!).

Zur fünften Frage passt mein Beitrag bei der Frage von sdeluxe64 "Luft dichtes Gehäuse?" wie die Faust aufs Auge. Durch die Einführung der Towerkühler und bei wassergekühlten Rechnern erhöhte sich insbesondere die Ausfallquote bei Spannungsreglern und anderen Bauteilen, die davon leben, dass ihre Umgebungsluft ab und an irgendwie abtransportiert wird - und sei es nur als Nebeneffekt ...

Kommentar von sotnu ,

Ok danke erstmal für die Antwort auf meinen Fragekatalog :-)

Ach so ok, dann ist es es ja eigentlich besser den Multiplikator zu erhöhen, sonst ist ja der Takt dauerhaft erhöht. Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, ist der Grundtakt der, der im idle verwendet wird, also wäre es Stromsparender den Multiplikator zu erhöhen, richtg ? Ausser man würde den Rechner 24h auf Dauerlast betreiben.

Und zum Lüfter: Die klassische Kühlung von vorne unten nach oben hinten (und hinten oben) kenne ich und finde ich im Grunde auch Sinnvoll. Aber würdest du den CPU Lüfter hinten oben raus blasen lassen (also ich meine die hintere Wand und oben) oder oben hinten (also obere Wand und hinten).

Ich würde ihn eher nach hinten oben raus blasen lassen, da er sonst die warme Luft der Grafikkarten einsaugt. Was würdest du machen ? Ich kann mich nicht entscheiden :-)

Zu den Spannungswandler:  Genau beim Übertakten, sollten die ja nicht vernachlässigt werden, denkst du also, dass die Gehäuselüfter ausreichen ? Ich habe vorne unten einen mittleren , hinten oben einen kleinen und oben hinten einen mittleren. Sie drehen aber nicht voll auf.

Ach ja, ich weiss eigentlich garnicht so recht, wo sich die Spannungswandler auf meinem Mainboard befinden... Woran erkenne ich diese ? Also es gibt ja nicht nur einen.

Ach ja und sorry für die schlechte Darstellung bei der Frage, ich habe das alles eigentlich nicht so versetzt geschrieben und auch nicht so schlecht nummeriert. Die Bearbeitungsfunktion ist auch nicht gerade der Hit... bis dass endlich umgesetz wird...

Kommentar von AnnaRisma ,

Die "gewöhnliche" Methode, eine CPU zu übertakten, ist, die Takfrequenz zu erhöhen. Vorausgesetzt, das Mainboard eignet sich überhaupt zum Übertakten, ist das der Weg, der dann eigentlich immer  (oder wenigstens meist) funktioniert.

Den Multiplikator kann man hingegen meist nur bei den Prozessoren erhöhen, die ab Werk dafür gebaut wurden, also die erwähnten "K"-Modelle. Verschiedentlich kann man den Multiplikator senken (auch interessant, z. B. um besonders strom"sparende" Dauerläufer zu bauen usw.), aber i. d. R. ist der "normale" Multiplikator auch der höchstmögliche.

Also ... man muss im Einzelfall schauen, schlimmstenfalls geht gar nichts!

Die von der Grafikkarte erzeugte Wärme wird breitet sich so oder so im Gehäuse aus (es sei denn, die GraKa verfügt über ein Kammersystem bei dem zumindest ein Teil der erwärmten Luft gleich neben ihr nach hinten rausgeblasen wird). Ob sie nun direkt oder indirekt auf den CPU-Kühler trifft, ist einerlei - in der Praxis bedeutungslos.

Wichtig ist hingegen, dass die durch die CPU erwärmte Luft auf direktem Weg und so zügig wie möglich aus dem Gehäuse abtransportiert wird, denn das ist der eigentliche Kühleffekt: Warme Luft raus aus dem Gehäuse! Jede Sekunde, die sie im Gehäuse verbringt, ist eine Sekunde zu viel!

Also am besten, der CPU-Lüfter bläst Richtung Gehäuserückwand, wo ein weiterer Lüfter sie gezielt nach draußen schaufelt.

Bei meiner Kommentierung/Anmerkung der in der Antwort genannten Frage verlinkte ich bereits ein Bild, auf dem man gut erkennen kann, wie Spannungsregler aussehen: http://www.hardwaresecrets.com/wp-content/uploads/616\_101.jpg

Es handelt sich um die kleinen schwarzen rechteckigen  Dinger in den rot umrandeten Bereichen. Auf vielen modernen Mainboards kann man sie "leider" nicht mehr sehen, sie befinden sich dort unter den rings um den CPU-Sockel angebrachten Kühlkörpern ...

Kommentar von sotnu ,

Dann sollten, glaube ich, meine anderen nicht mit Kühlern ausgestatteten Teile, die Hitze erzeugen, wohl nicht zu kurz kommen.

Stimmt natürlich, einerseits werden die umliegenden Teile nicht mit der erwärmten Luft (durch CPU) gekühlt, dafür wird die Wärme sofort abtransportier und die Gehäuselüfter übernehmen den Rest ( hoffe ich mal :-) ).

Und danke, dann weiss ich jetzt, wie solche Spannungsregler in etwa aussehen.

Jetzt werd ich mich noch ein bisschen übers Übertakten informieren (bzw. damit weiter machen) und falls ich dann noch Fragen habe, erstelle ich einen neuen Fragenkatalog :-)

Ich spüre scon das Seufzen, auf der anderen Seite der Leitung :-)

Danke für die Hilfe.

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