Frage von willtell,

Festplatte klonen (SSD)

Habe einen neuen Laptop, ich möchte eine msata einbauen und möchte mit clonezilla mit der kompletten Festplatte auf die andere umziehen. Das Problem ist, dass die jetzige eine HDD und die andere msata SSD ist. Ich habe mal gehört, dass es da zu Problemen kommen würde und eine Neuinstallation wäre angebracht.

Ich habe mit dem Msi Recovery Manager 5 DVDs erstellt nach dem ersten Start von Windows. Kann ich damit umziehen? Aber was ist dann mit dem schon vorhandenen Windows?

Sollte man dieses entfernen?, oder geht clonezilla komplett einfach klar und dann einfach die HDD formatieren? Wie ist es dann mit der Bootmgr, die fehlt doch dann immer oder so ein Zeug.

Wer mir das mehr oder weniger ausführlich erklären könnte, wie ich im Endeffekt vorgehen sollte, dem wäre ich sehr dankbar. Grundkenntnisse sind vorhanden ;-)

Danke im Voraus, noch schöne Feiertage wünsche ich!

Hilfreichste Antwort von smatbohn,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Clonezilla ist ein ganz vorzügliches Open-Source-Programm zum Erstellen von Images (Vollbackups, Festplattenabbildern). Da ich mich neulich in Unkosten gestürzt habe und ein Acronis True Image 2013 erwarb, bin ich zu Hause zwar nicht mehr auf Clonezilla angewiesen (True Image ist für einen "gelernten" Mausschubser wie mich einfach komfortabler und bietet auch mehr Funktionen), für Systemsicherungen bei Freunden und Bekannten muss ich aufgrund der Lizenzbestimmungen dann doch auf Clonezilla zurückgreifen.

Allerdings kopiert Clonezilla das installierte Windows nur, eine Anpassung an die technischen Eigenheiten einer SSD findet nicht statt! So sollte in einem Betriebssystem, das von SSD betrieben wird, die automatische Defragmentierung deaktiviert, der Trim-Befehl aktiviert und Prefetch/SuperFetch wiederum deaktiviert sein, ebenso ist es sinnvoll, das Alignment anzupassen und im BIOS nachzusehen, dass der/die SATA-Controller im AHCI-Modus läuft/laufen (um die wichtigsten Punkte zu nennen). Auf nichts davon nimmt ein "normales" Abbildprogramm wie True Image oder Clonezilla Rücksicht! Alle Punkte muss man von Hand kontrollieren und einstellen.

Das kann man machen!

Meine persönliche Meinung allerdings (nachdem ich das ein paar Mal durchgespielt habe und auch Programme ausprobierte, die angeblich die wichtigsten Änderungen beim Systemumzug von HDD zu SSD selbsttätig vornehmen sollen) ist mittlerweile, dass man die Anschaffung einer SSD lieber als willkommenen Anlass sehen sollte, sein Windows neu zu installieren. So kommt man nebenbei endlich mal wieder in den Genuss eines frischen Systems (ist richtig zum Aufatmen!) und geht dann auch wirklich auf Nummer sicher, dass die Einstellungen stimmen, denn bei einer Installation von Windows auf einer SSD, richtet sich das BS automatisch das Meiste selbst ein - im Gegensatz zu einem kopierten Windows, das früher schon einmal auf einer HDD installiert war. Natürlich sollte man trotzdem kontrollieren und die Aktivierung des AHCI-Modus (so noch nicht ...) sollte vor der BS-Installation vorgenommen werden.

Zum MSI Recovery Manager kann ich nix sagen - man kann nicht alles kennen und ich schon gar nicht!

Kommentar von willtell,

alles klar vielen dank für deine Antwort, dann werde ich Clonezilla benutzen. Wie das eben mit dem revovery manager geht oder einem selbstgebrannten Backup oder was auch immer weiß ich immer noch nicht, da ich leider keine Windows CD mit geliefert bekommen habe, da das nicht mehr üblich ist (total blöd von denen). Deshalb keine Neuinstallation. Ist Windows 8 mit allen Sicherungen usw. da möchte ich nichts falsch machen. Der Laptop ist eh neu.

AHCI werde ich anstellen und defrag aus.

Noch eine Frage. Kennst du zufällig ein gutes Mainboard zu einem günstigen Preis (nicht über 100 Euro) welches AM3+ Sockel hat und das neue EFI? Natürlich aktuelle standards sata 3 und usb 3 und gig netzwerk.

Kommentar von brainstuff,

Sehr gute Mainboards zu weniger als 100 Euro gibt es eher nicht. Sehr gute Mainboards, sind eher in der Grössenordnung von 2-300 Euro ...aber das kommt, auf den Verwendungszweck an. Für einen office Computer reicht auch ein billiges Mainboard zu 50 Euro ... die echten Unterschiede liegen in der Qualität und Haltbarkeit. Die Unterschiede in der Performance sind, objektiv gesehen, eher nicht sehr gross. Nimm eines, von einer als seriös eingestuftem Marke die eine Internet Seite und einen Support hat (keine No-Name, wo Du dann noch nicht einmal mehr verbesserte Treiber findest). Asus ist ganz ordentlich.

Kommentar von willtell,

Ich möchte mir einen Gamer PC zusammen stellen für rum 1000 Euro +- 100 Euro. Performance wäre mir eigentlich wichtig.

Kommentar von smatbohn,

Konkrete Kaufempfehlungen gebe ich äußerst ungern, nachher erwischt einer ein "Montagsmodell" und ärgert sich, dass er meiner Empfehlung nachgekommen ist - und ich kann nicht mal was dafür!

Die besten Erfahrungen habe ich selbst bei Mainboards mit den Produkten von ASUS gemacht, was aber auch wieder nichts bedeuten muss - vielleicht hatte ich dort einfach Glück und bei den Produkten der Konkurrenz weniger (?). Ein anderer war vielleicht stets mit MSI am besten bedient, oder mit Gigabyte, oder ...

In den letzten Jahren bin ich andererseits auch von keiner Firma so richtig enttäuscht worden ...

Die "Bezugsgröße" bei ASUS wäre in deinem Fall das ASUS M5A99FX PRO R2.0, allen billigeren mangelt es an irgendetwas (oft muss man lange lesen, um dahinterzukommen, was genau - außerdem ist nicht gesagt, dass z. B. du genau dieses fehlende Feature misst). Die, die preislich darüber liegen, bieten hingegen eher spezielle Leistungsmerkmale, die nur von manchen benötigt werden (Stichwort: Overclocking etc.). Für den Normalbetrieb eines Windows-Rechners werden sie nicht benötigt.

Kommentar von brainstuff,

@smatbohn ... wie Du sicher gelesen hast, bin ich auch dabei, "Systeme" zu suchen, wie ich rationell, eine ganze System Festplatte, auf eine SSD bekomme. Ich bin nicht Deiner Ansicht, dass man das System, neu installieren soll ... bei mir wäre das keine gute Idee, weil ich hunderte Programme, auf der Maschine habe, die nur einmal gültige Lizenzen haben (viele konnte man nur, an einem bestimmten Tag installieren). Die wären dann im "Eimer". Paragon Migrate Os to SSD geht bei mir nicht .. das kommt offensichtlich, nicht mit den Hilfspartitionen zurecht, die von W7 benützt werden. Ich bin jetzt auf zwei anderen Ideen .... eins ist es GPARTET zu verwenden ... das soll, angeblich, die ganze Festplatte (also auch die Hilfspartitionen) auf das Zieldisk kopieren ... und das von einem LINUX System aus, was mir gescheiter erscheint, wie die Idee, von Paragon Migrate, das mit Windows-Mitteln zu erledigen. Die zweite Idee, kommt Deiner Idee etwas näher .... zuerst ein ganz neues System, auf die SSD installieren (dann sind die SSD Parameter wahrscheinlich optimal eingestellt) und dann kopiert man das alte System mit ... was, weiss ich noch nicht ... vielleicht auch GPARTET oder Clone Zilla ... über das neue System. Mit einem Programm, was auf Linux, von einem USB Stick bzw einer SDHC Carte läuft müsste das eigentlich gehen ... Bei mir ist es sogar, vielleicht möglich, dass ich, wenn das neue System auf der SSDist, beide Platten in ein NAS stecke und dann könnte es sein, dass das NAS das alte System auf das neue schreiben kann... was meinst Du?

Kommentar von willtell,

Meine Güte, da bin ich mal gespannt ob ich das hin bekommen werde.

Es handelt sich bei mir übrigens um eine msata die ich in den Laptop stecke.

Ich hoffe er antwortet noch.

Kommentar von smatbohn,

Letztlich bin ich diesbezüglich der falsche Ansprechpartner, weil ich - wie erwähnt - vollständig dazu übergegangen bin, grundsätzlich neu zu installieren, insbesondere, wenn ich eine SSD in Betrieb nehme. Die dabei auftretenden Probleme (Stichwort: Einmalig freischaltbare Programme von "Giveaway of the Day" etc.), versuche ich schon im Vorfeld zu umgehen, indem ich dafür sorge, dass ich z. B. Programme wieder installieren kann (was mit einigen Tricks bei rund 90% der "Giveaway"-Programme auch funktioniert - teils über Portabilisierung, teils über Herauskopieren der Programmdaten aus dem Temp-Ordner usw. - manchmal geben dort User in den Kommentaren Tipps dazu ...). Und wenn mir tatsächlich mal ein System so lieb geworden ist, dass ich es erhalten möchte, virtualisiere ich es (mit dem kostenlosen "VMware vCenter Converter" - klappt traumhaft gut!).

Aber gewisse Erfahrungswerte mit dem Übertragen von "Alt"systemen besitze ich schon. Gewöhnlich genügt es, die Festplatte zu klonen. Finden sich auf einer (Notebook)Festplatte zwei versteckte Partitionen ohne Laufwerksbuchstaben, so handelt es sich gewöhnlich um die "Recovery"-Partition mit den Daten zum Wiederherstellen des Ausgangszustands und zum Erstellen von Installationsdatenträgern, und um die 100-MB-Partition mit der Bezeichnung "System-reserviert“ von Windows in der z. B. ein evtl. vorhandener Bootmanager liegt ... Übrigens: Formatiert und partitioniert man eine Festplatte vor der Windows-Installation, verhindert man, dass diese 100-MB-Partition angelegt wird.

Nachdem ich zwischenzeitlich etwas mit der Aktualität meiner Acronis True Image-Versionen hinterherhinkte, bin ich seit geraumer Zeit durch den Erwerb von True Image 2013 wieder auf dem Laufenden und benutze es somit - zumindest zu Hause - quasi ausschließlich. Aber auch mit Clonezilla und "HDClone" oder "Roadkil's Raw Copy" kann man Komplettklone von einer Festplatte erstellen. Leider geht es bei der Problemstellung nicht um einen Umzug von HDD auf eine (gleichgroße oder gar größere) HDD, sondern auf eine vermutlich (viel) kleinere SSD.

Deshalb gibt es ja u. a. diese Spezialprogramme wie Paragon Migrate OS to SSD, was übrigens wirklich bedeuten soll: "Auswandern des Betriebssystems (OS = Operating System) zu (einer) SSD", wenn man es wörtlich übersetzt. Diese können z. B. auch gleich eine Größenänderung vornehmen, sodass das "alte" Betriebssystem bequem auf die SSD passt.

Allerdings legen sie (deshalb) keinen Wert auf bitgenaues Klonen der Festplatte (noch einmal, solche Programme heißen eben mit Bedacht nicht: Migrate HDD to SSD), dadurch eignen sie sich nicht, z. B. ein bitgenaues Abbild einer Festplatte (z. B. zur Datenforensik) zu erstellen. Acronis True Image verfügt über eine derartige Funktion (das Erstellen des Abbilds dauert dann viel länger und es wird auch riesengroß).

Tja, was soll ich empfehlen? Ich hoffe, dass man versteht, dass ich all diese Ausführungen nicht getätigt habe, um jemanden zu ärgern! Ich weiß mir auch nicht anders zu helfen, zumal es etwas her ist, dass ich das letzte Mal ein komplettes Altsystem auf eine andere Festplatte oder gar SSD geklont habe - bei mir hat das mit dem Paragon-Tool aber schon geklappt!

Eigentlich stelle ich mir das Ganze so vor, dass man zunächst die SSD zusätzlich in den Rechner einbaut und dann Paragon Migrate OS to SSD anweist, das Betriebssystem auf die SSD zu klonen. Bei mir wurde damals die 100-MB-Partition mit der Bezeichnung "System-reserviert“ gefunden und mitkopiert. Soweit ich mich erinnere, gab es nur das Problem, dass die neue Systempartition (also die SSD) einen anderen Buchstaben als C:\ erhielt, was man jedoch als Schönheitsfehler betrachten kann, trotzdem es ärgerlich ist, stimmen doch die Bezüge nur richtig, wenn die Systempartition den Buchstaben C:\ erhält.

Den Inhalt einer weiteren versteckten Partition muss man dann eben von Hand kopieren (so man diesen überhaupt kopieren will, denn wenn die "alte" Festplatte im System verbleibt [was natürlich beim NB nicht geht] und man gut darauf achtet, dass man ihn nicht [versehentlich] löscht, steht er ja weiter zur Verfügung). Dazu macht man die versteckte Partition erst sichtbar und vergibt einen Laufwerksbuchstaben (leider kann ich nicht freihändig sagen, ob die Bordmittel von Windows reichen oder ob man zu einem Programm wie dem kostenlosen "Easeus Partition Master Home* greifen muss. Auch kann ich nicht sagen, was passiert, wenn man später das System anweist, von der versteckten Partition aufzuerstehen, wenn diese dann auch auf der SSD liegt und nicht versteckt ist.

Abschließend: ich schreibe das alles nicht, weil ich denke, dass das andere interessieren muss, sondern weil ich - soweit mir möglich - helfen möchte. Und das ist eben mein Wissensstand. Wäre ich ein IT-Profi mit jahrzehntelanger Serviceerfahrung würde ich hier garantiert nicht in meiner Freizeit ... Tut mir also leid ...

Antwort von willtell,

Leider kann man nichts mehr editieren an der Frage: Ich habe Windows 8 und einen MSI Notebook. 3630QM, 8 GIG RAM, eine GTX660 und eine 750GB HDD 7200RPM.

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