Frage von Theapplefuture, 4

Datensicherungs Alternativen

Hallo Leute,

Ich habe letzens einen Bericht auf Chip Online gelesen, indem ein Internet Pionier ein dunkles Zeitalter prophezeite und den Tipp gab, wichtige Fotos auszudrucken. Gibt es auch eine Methode, um Videos sicher für die Nachwelt zu verwahren? Man kann sie ja schlecht ausdrucken, aber es muss doch eine Möglichkeit geben, diese zu sichern (durch Kodierung, Umwandlung oder so etwas...)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von FaronWeissAlles, 2

Ironischerweise ist die langlebigste Archivierungsmethode immer noch das Meiseln von Informationen in Stein ^^

Großtechnisch betrachtet forschen Wissenschaftler gerade daran Daten in künstlicher DNA zu kodieren, die bis zu mehrere Millionen Jahre halten soll. In wenigen Gramm können Exabyte an Daten gespeichert werden und man könnte so praktisch Backups vom gesamten Weltwissen anfertigen. Aber das ist nix für Heimanwender und alles andere als Plug´n´Play fähig.

Die Lösung des Problems für Heimanwender ist Multi-Faktor-Redundanz. Man hat einen Primärspeicher (ein NAS oder sonstigen Computer) auf dem die Daten für beliebigen Zugriff liegen, einen Sekundärspeicher (ein ebenfalls am Heimnetz hängenden Spiegelserver auf dem regelmäßig Snapshots der Daten vom Primärspeicher liegen, sowie einen Terziärspeicher (ein z.B. monatliches Backup auf Readonly-Wechseldatenträger wie DVDs). Wenn was ausfällt, gelöscht wird etc gibt es immer noch eine Sicherung die nicht betroffen ist. Es muss nicht unbedingt 3 stufig sein, wichtig ist nur dass es mind. 2 voneinander unabhängige Medien sind um einen Single-Point-of-Failure zu vermeiden.

Praktisch gibts dafür sehr interessante Umsetzungsmöglichkeiten. Empfehlenswert wäre hier z.B. ein NAS mit ZFS. Wenn man ZFS richtig benutzt kann man eine ungeheure Datenintegrität erreichen (WENN man es richtig umsetzt, das ist nicht ganz billig da man Serverhardware benötigt).

Das Dateiformat der Dateien die auf diese Weise gespeichert werden ist aber auch nicht ganz unerheblich. Hier sollte man am besten auf offene und simple Formate setzen, keine proprietären oder exotischen. Desto höher ist die Chance, dass es auch in Zukunft Programme gibt, die damit umgehen können. Zum Beispiel BMP, PNG oder JPEG für Bilder. JPG und PNG haben sich so durchgesetzt dass es sicher auch in Jahrzenten noch Programme geben wird die damit klar kommen, bzw. BMP ist so einfach aufgebaut, dass man mit etwas Programmierkenntnisse ein Programm selbst schreiben kann das das Format laden und ggf. konvertieren kann. Ähnlich zu WAV und MP3. Bei Videos ist das aber schon schwieriger, da sind die Formate recht komplex. Da sollte man sich für ein von der ISO zertifizierten Codec entscheiden, z.B. MPEG-4 (Part 2). Da gibts dann auch gleich mehrere Implementierungen, die es erstellen und lesen können (FFmpeg, Xvid, DivX, etc). Bei Office-Dokumenten würde ich auf ODF setzen. Der Standard ist offen und es gibt zahlreiche Implementierungen. Noch besser ist nur TXT ^^

Antwort
von NerdyByNature, 2

Ich halte diesen Bericht für ähm... ich finde keinen richtigen Begriff dafür. Ein Vertreter von google behauptet, dass wir in ein dunkles Zeitalter der Information gleiten... Aha...

Die Angabe der Gründe sind absolut nicht verständlich. Dass jpg irgendwann ausstirbt ist klar. Wundert mich eigentlich, dass das noch nicht längst durch png geschehen ist. ABER, es wird immer Konverter Tools geben, mit denen Du in die aktuellen Formate umwandeln kannst, oder auch immer Betrachter, mit denen Du auch veraltete Formate betrachten kannst.

Ist ja nicht so, dass von jetzt auf nachher jpg weg ist und es keine Programme mehr geben wird, die das anzeigen können.

Wegen des Punktes Sicherung gibt es doch eine Lösung die selbst google sogar anbietet... GDrive, MS One, Dropbox und und und... Einfach einen online Speicher nutzen. Klar, irgendwann wird Dein Modem auch nicht mehr funktionieren und Du kommst nicht mehr an die Bilder dran. Wäre analog zu der Aussage der Internet Pioniers im Bezug auf das aussterben der Formate!

Warum diese Aussage getroffen wurde ist mir sehr schleierhaft... Irgendwelche Marketingstrategien werden da mit Sicherheit eine Rolle spielen. Zum Einen natürlich Werbung für GDrive, zum Anderen für Fotobücher und für Bildbetrachtungsprogramme. Der genannte IrfanView installiert Den GoogleChrome Browser mit, wenn das nicht explizit deaktiviert wird. Eventuell steht auch eine Übernahme von IrfanView durch google an.

Du brauchst Dir in Deinem Leben keine Gedanken machen, dass jpg nicht mehr angezeigt wird. Und sollte es zum dritten Weltkrieg kommen, dann werden Dir weder Bilder im Printformat noch OnlineSpeicher weiterhelfen!

Also ruhig Blut ;)

Lieben Gruß again,

NerdyByNature

Antwort
von NerdyByNature, 2

Hey Theappletfuture...

Was für ein Bericht war das, hast Du da eventuell einen Link dazu? Hört sich erstmal sehr konspirativ an. Was soll passieren? Wird google gelöscht? ;) Die denkbar sicherste Art dürfte sein seine Daten auf Mikrofilm zu sichern und diese tief im Inneren eines Berges in einem hermetisch abgeriegelten Raum luftdicht zu verstauen, da sie dort am besten vor Strahlung geschützt sind. Datenträger jeglicher Form wie Festplatten oder CDs sind magnetische Speicher. Die sind nicht wirklich sicher.

Lieben Gruß,

NerdyByNature

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